Archive for the 'ÖPNV' Category

24
Mai
20

Die erste Woche Corona-Biergärten

Jetzt ist sie vorbei, die erste Woche, die mit mehr als gemischten Gefühlen begann. Zeitweise war sogar noch irgendwie im Hinterkopf, dass man etwas illegales tun muss, wenn man plötzlich, als wäre nichts gewesen, draußen, in der Sonne, in seinem Lieblingsbiergarten vor einem Seidla Bier sitzen konnte. Ich war endlich wieder einmal viel unterwegs und die geltenden Hygienemaßnahmen wurden überall, meist sehr kreativ in individuelle Konzepte umgesetzt. Überwiegend konnten sich die Betreiber aber nur bei ihrem Verband informieren. Die zuständigen Ordnungsämter an den Landkreisverwaltungen waren keine große Hilfe. Einige trauten sich noch nicht gleich und wollten erst mal die Kollegen erste Erfahrungen sammeln lassen. Andere bleiben stur und wollen ihre jahrelang gelebte Wirtshaus- und Biergartenkultur nicht ändern und lassen lieber weiterhin zu.

Inzwischen ist bei mir schon so etwas wie Routine eingekehrt. Der Mund- und Nasenschutz gehört zum wichtigsten Gepäck bei den Ausflügen, denn ohne diesen kann man schon gar nicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen, geschweige denn das Biergartengelände betreten. Die Angabe der Kontaktdaten ist auch fast überall Pflicht – ohne diese Infos gibt es oft kein Bier. Aufgenommen werden sie aber höchst unterschiedlich. Ein paar fragen diese Daten gleich am Eingang ab, manche haben Kärtchen oder Einzelzettel, die man ausgefüllt bei der Bierorder abgeben muss, andere haben einfach Listen ausliegen oder bringen diese an den Tisch. Mir ist die erste Variante am liebsten, denn so braucht man keine Brille zum Schreiben und der Stift geht nicht durch tausende Finger.

Auch wenn jetzt ab 25.05.20 die Gaststätten Innenbereiche wieder offen haben dürfen, werde ich mich bis auf weiteres auf die Außenbereiche beschränken. In geschlossenen Räumen, mit vielen anderen Personen ohne Mund- und Nasenschutz habe ich noch ein viel zu schlechtes Gefühl. Bei regnerischem Wetter verkneife ich mir dann einfach den Ausflug.

Schwierig ist es teilweise um die Moral der Gäste bestellt. Viele tragen keine Maske oder haben sie am Kinn oder unter der Nase hängen. Nur zwei Haushalte am Tisch? Das wird offensichtlich häufig misachtet. In den Zügen haben schätzungesweise 20% keinen Mund- und Nasenschutz oder nehmen ihn am Platz zumindest ab. Kontrolliert wird das kaum und wenn, bleibt es bei einer laschen Ermahnung, selbst bei wiederholten Verstößen. In den Betrieben habe ich es diese Woche noch gar nicht erlebt, dass selbst harte Mund- und Nasenschutz-Verweigerer vor den Biergarten begleitet wurden – schade für die Vielen, die sich brav an die Regeln halten. Eigenverantwortung und gesunder Menschenverstand kann man leider bei weitem nicht von jedem erwarten. Ohne Konsequenzen wird man die 20% nicht zum Umdenken bringen.
Seltsam ist auch die Beschränkung der Öffnungszeit im Biergarten auf längstens 20 Uhr und ab Montag in den Gaststätten innen auf 22 Uhr. Betrachtet man das Risiko einer Ansteckung müsste es bestenfalls anders herum gelten.
Die Zeit wird zeigen, ob das Großexperiment gut geht oder nicht. Mein restliches Leben mit einer Maske vor Mund und Nase herumlaufen möchte ich auf jeden Fall auch nicht.

 

14
Feb
20

Es gibt langsam auch mal positive Meldungen

Die letzten Hiobsbotschaften (z.B. Thomann Wiesen, Linie 970 Sonntag ab Tiefenellern…) habe ich schon gar nicht mehr geschrieben. Ich hatte mich schon damit abgefunden, dass langsam aber sicher auch noch die letzte Brauereiwirtschaft nur noch für Auto fahrende Rentner geeignete Öffnungszeiten ab dem späteren Nachmittag anbieten und möglichst am Wochenende Ruhetag einlegen. Die Busse fahren, zumindest im für den öffentlichen Nahverkehr, Problemlandkreis Bamberg, ja auch fast nur noch im Schülerverkehr. Aber welche Überraschung, es gibt jetzt schon in beiden Bereichen ein paar Beispiele für ein langsames Umdenken.

Bei den Wirtschaften werden demnächst in Birkach am Forst bei der Brauerei Eller und in Appendorf beim Edmund Fößel die Öffnungszeiten erweitert. Wenn es fix ist, werde ich berichten.

Im Nahverkehr ist herauszustellen, dass der Landkreis Lichtenfels, lange Jahre Entwicklungsgebiet im öffentlichen Nahverkehr, zum letzten Fahrplanwechsel viele Linien als Rufbusse mit Beförderungszeiten bis nach 21 Uhr, reaktiviert hat. Es besteht zwar bei den Anschlüssen an die Züge (in Richtung Großraum) und im Callcenter noch massiven Verbesserungsbedarf, aber wenn man einiges an Zeit und Geduld mitbringt ist das schon mal besser als vorher.

Genauso hat es der Landkreis Erlangen-Höchstadt gemacht. Davon profitiert auch die Verbindung von Schlüsselfeld. Da fährt nun Montag bis Freitag (auch in den Ferien) die Linie 207 ab Schlüsselfeld Post um 18:50 Uhr über Wachenroth nach Höchstadt Schillerplatz, mit Anschluss an den Eilbus nach Erlangen (zum Bahnhof). Leider findet man die Verbindung von Schlüsselfeld nach Höchstadt noch nicht durchgehend in der online Fahrplanauskunft. Dort ist in Wachenroth Schluss, mit Anschluss durch einen Rufbus zwei Stunden später. Schaut man dann aber von Wachenroth nach Höchstadt und liest die PDF-Datei der Linie 207 wird klar, dass man gleich durchfahren kann. Ich habe es schon gemacht und es hat prima funktioniert.

Mal schauen, ob nun endlich das ätzende Gejammere der Wirtschaften, sie bekämen kein Personal, ein Ende hat und ob alle Landkreise vernünftige Ausschreibungen für den öffentlichen Nahverkehr machen, damit die Busunternehmen auch entsprechende Planungssicherheit haben und investieren können. Nicht wie im Landkreis Bamberg, wo die Planung der Leistungen den Verkehrsunternehmen überlassen wird, die aber nicht mal wissen, ob sie im nächsten Jahr noch den Auftrag bekommen. Die Folge ist uraltes Gerät, unpraktische Reisebusse und ständig eingeschränkte Verbindungen. Ob das überhaupt rechtmäßig ist, steht auf einem anderen Blatt.

08
Sep
19

Erneut ÖPNV Einschränkungen im Problemlandkreis Bamberg – diesmal Linie 969

Wieder mitten im „Jahresfahrplan“ wurde eine für Ausflüge essenzielle Busverbindung von Steinfeld / Königsfeld und Scheßlitz in Richtung Bamberg klammheimlich ersatzlos gestrichen. Seit 01.08.2019 gibt es die jahrzehntelang bewährte Verbindung am frühen Samstagabend in Richtung Bamberg nun nicht mehr. Im letzten Jahr wurde genau zum gleichen Zeitpunkt die Linie 989 (Trossenfurt) massiv eingedamft und vorher die Linie 970 (Tiefenellern). Nachdem der OVF (Frankenbus) diese Verbindung vor ein paar Jahren einem leider meist unzuverlässigen Privatbusunternehmen anvertraut hatte und dadurch nur noch Ärger mit versetzten Fahrgästen hatte, hatten wir hier Veränderungen schon erwartet. Die komplette Streichung der Verbindung ist aber wieder mal ein Zeichen der ausgeprägten Steinzeit-Mentalität der Verantwortlichen im LRA Bamberg. Heutzutage sollte man den Mut haben zumindest einen Rufbus anzubieten.

Alle reden davon, den ÖPNV zu fördern, der Landkreis Bamberg macht seit Jahren das Gegenteil und untergräbt somit sämtliche Bemühungen wenigstens den Freizeitverkehr vom eigenen Auto weg zu bringen.

Mit dieser Situation ist nun auch der 11 Uhr Bus am Samstag nach Tiefenellern nicht mehr sinnvoll, da man von dort über Huppendorf nach Königsfeld oder über den Gügel nach Scheßlitz wandern konnte. Beides waren vor allem schöne Wintertouren, die jedoch nur mit der Linie 969 am Samstag Abend möglich waren.

10
Aug
18

ÖPNV-Problemlandkreis Bamberg

Update: Der Landrat/Landkreis Bamberg hat natürlich alle Schuld auf den Landkreis Haßberge geschoben. Die hätten wohl keinen Bedarf an der Verbindung ab Trossenfurt gesehen. Da ab Priesendorf eine gute halbe Stunde vorher ein Bus nach Bamberg fährt war da für den Lkr Bamberg ’natürlich“ auch keine Veranlassung etwas zu unternehmen. So werden die Verbindungen immer unattraktiver und immer weniger Fahrgäste fahren mit – aber das stört ja niemanden im LRA Bamberg…

Klar ist der Landkreis Haßberge ÖPNV-Niemandsland, aber die prahlen auch nicht wie die Bamberger, dass sie so viel tun für den Nahverkehr…

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Eigentlich bin ich ja leidgeprüfter Nutzer von Bus und Bahn. „Eigentlich“…

Leider ist der Landkreis Bamberg regelmäßig für eine Negativ-Überraschung gut (siehe z. B. hier, hier und hier)

Zuerst die Warnung an andere Wanderer: Ab sofort kommt man auch Montag bis Freitag nicht mehr aus Trossenfurt weg, wenn man in der Wirtschaft oder im Keller war – das selbe gilt für Priesendorf (hier fährt nun der letzte Bus um dreiviertel sechs).

Jetzt macht man die Kürzungen schon nicht mehr öffentlich, sondern gibt die geänderten Fahrpläne erst bekannt, wenn sich die ersten Kunden beschweren. Die neueste Methode die Fahrgäste abzuschrecken sind massive Einschränkungen auf der Linie 989. Perfide an der Vorgehensweise war, dass die Änderungen trotz anders lautendem Jahresfahrplan ab Ferienanfang begonnen hatten, ohne dass Aushangfahrpläne oder online-Auskünfte (VGN bzw. Bahn) rechtzeitig geändert wurden. Natürlich fand man auch auf dem Internetauftritt des Landratsamtes nichts.
Zur Geschichte:
Jahrelang nutzte ich fast jede Woche (meist im Winter) die zwei Verbindungen (Mo-Fr) der Linie 989 von Trossenfurt Aurachbrücke nach Priesendorf, Mühlendorf oder Bamberg um 16:47 und 18:12 Uhr ab Trossenfurt.
Auch am Montag den 06.08.2018 hatte ich mich darauf verlassen und bin von Ebelsbach/Eltmann nach Trossenfurt gelaufen um dort nach guter Unterhaltung und gutem Bier, gemütlich in den Bus zurück nach Bamberg zu steigen.
Zum Glück schaute ich noch kurz in die VGN – Fahrplanauskunft wann die Busse genau abfahren.
Leider gab es die bekannten Abfahrten 16:47 Uhr und 18:12 Uhr in Richtung Bamberg beim VGN nun gar nicht mehr.
Bei der DB Auskunft gab es eine Abfahrt 16:38 Uhr und sonst nichts.
An der nahen Bushaltestelle hing nur der mir bekannte Jahresfahrplan 2018 mit den Fahrten 16:47 und 18:12. Wie auch in der pdf-Datei des Jahresfahrplans 2018 der Linie 989 beim VGN verzeichnet.
Ich studiere immer die aktuellen Fahrplanänderungen vor den Ferien und vor dem Fahrplanwechsel. Nichts deutete bei der Linie 989 auf eine Änderung hin.

Ein Bus kam dann tatsächlich schon um 16:38 Uhr. Nicht schön, wenn die offizielle Abfahrt eigentlich erst 9 Minuten später wäre. Der Fahrer des Kleinbusses konnte mir „natürlich“ auch nicht sicher sagen, ob um 18:12 Uhr nun einer noch fährt oder nicht.
Da ich diese Verbindung oft nutze und nicht jedesmal auf die Gnade der jeweiligen Fahrer angewiesen sein möchte, hätte ich nun eigentlich gerne eine verlässliche Auskunft gehabt, welche Verbindungen und wann ab Trossenfurt in Richtung Bamberg noch angefahren werden. Das klappt um halb fünf leider nicht mehr, weil die zuständigen OVF-Büros (in diesem Fall Coburg) schon mindestens eine Stunde früher dicht gemacht werden.
Sicherlich sind solche Aktionen länger geplant, aber es wirkt jedesmal als ob Ferienarbeiter mit der Umsetzung beauftragt würden. Ich bin es richtig leid als Fahrgast des ÖPNV, vor allem im Landkreis Bamberg immer als Bittsteller behandelt zu werden. Die Kundschaft bleibt hier im wahrsten Sinne auf der Strecke. Der Landrat, der sich sonst so sehr für die Brauereien einsetzt, hat wohl nur das autofahrende Publikum im Blick. Die Aussagen auf seiner eigenen Homepage unter ÖPNV und Mobilität und dem Motto „Lebensqualität erhalten“ ist auch nur eine hohle Phrase.

17
Apr
18

Umsteigeverbindungen an die S- und R-Bahnen in Bamberg seit Fahrplanwechsel zum Abgewöhnen

Wenn ich es aus leidvoller Erfahrung nicht besser wüsste, würde ich es nicht glauben, wie kaputt man heutzutage noch den öffentlichen Nahverkehr (ÖPNV) machen kann. Die Verkehrsplanung des Landratsamtes Bamberg, schon immer die Instanz wenn es um Fehl-, Falsch- oder Nichtplanung des öffentlichen Nahverkehrs geht, hat es auch diesmal wieder geschafft, die wenigen noch sinnvollen Busverbindungen so unattraktiv zu machen, dass selbst wir eingefleischte Nutzer dreimal überlegen, ob wir uns das noch antun.

Dabei hat man diesmal gar nichts gemacht – und das war der Fehler. Die DB trägt eigentlich die Schuld und dabei vor allem der neue S-Bahn Fahrplan mit den ca. halbstündlich versetzten Abfahrtszeiten im Vergleich zur langjährigen Praxis. Die Abfahrt der RE ist gleich geblieben und so fahren beide Verbindungen in den Großraum nun innerhalb von 10 Minuten. Die 50 Minuten dazwischen gibts nichts außer Warten. Mit der Ankunft in Bamberg sieht es ähnlich düster aus.

Es fehlt leider immer noch ein halbstündlicher S-Bahn-Takt von Bamberg nach Nürnberg und zurück.

Da der DB und der Bayerischen Eisenbahngesellschaft, als Besteller des Schienenverkehrs, die Busanschlüsse ziemlich gleich sind, hätte das Landratsamt reagieren müssen – tat aber leider bisher nichts.

Sogar die Zuganschlüsse sind betroffen, so kann man von Eltmann oder Oberhaid zwischen kurz nach 21 Uhr und 0:22 Uhr nicht mehr über Bamberg in Richtung Nürnberg fahren. Zwischendurch fährt zwar noch ein Zug aus der Richtung nach Bamberg, der hat aber auch keinen früheren Anschluss. Zudem geht das dann nur am Samstag, denn unter der Woche ist schon um kurz nach 21 Uhr Schluss von Oberhaid und Eltmann…

Die folgenden Bus-Beispiele sind besonders krass für Biergarten und Brauereibesucher des Landkreises, die in Bamberg in Richtung Großraum Nürnberg umsteigen müssen:
Linie 969, Richtung Würgau/Steinfeld, So, Abfahrt 12:55 Uhr, Ankunft RE 11:21 – Wartezeit 34 Minuten;
Linie 969, Richtung Bamberg, Sa Ankunft 18:48, So Ankunft 18:58 Uhr, Abfahrt RE 19:38 Uhr – Wartezeit 50 oder 40 Minuten
Linie 970, Richtung Tiefenellern/Huppendorf, Mo-Fr, Abfahrt 13:15 Uhr, Ankunft RE 12:21 – Wartezeit 49 Minuten;
Linie 989, Richtung Bamberg, Mo-Fr, Ankunft 18:56 Uhr, Abfahrt RE 19:38 Uhr – Wartezeit 42 Minuten;

Die Auflistung liese sich noch beliebig fortführen, aber das mindert den Frust über die Ignoranz der Fahrplangestalter auch nicht. Bis sich hier evtl. in den Folgejahren etwas ändert hat die Bahn ihren Fahrplan wahrscheinlich schon wieder geändert…

30
Okt
17

Bockanstich in Lohndorf

Trotz eingestellter 19 Uhr Busfahrt von Tiefenellern /Lohndorf nach Bamberg, nahm ich mir am letzten Oktoberfreitag den Bockbieranstich in Lohndorf vor. Startpunkt war in Scheßlitz am Bahnhof. Die Wanderung zum Gügel ist immer wieder schön und die Gügelkirche trotz Gerüst und Dauerbaustelle auf jeden Fall einen Ausflug wert. Die Gaststätte hatte gerade noch vor den Herbstferien offen.

Weiter nach Tiefenellern ist es nicht sehr weit und aufgrund der tollen Landschaft und Aussichten recht kurzweilig.

Bei der Brauerei Hönig muss man zu dieser Jahreszeit natürlich einen leckeren Bock trinken.

Von Tiefenellern bis nach Lohndorf nahm ich dann den leider letzten Bus um 17:37 Uhr.

Es war kalt, insofern lief der gute Bock in Lohndorf bei mir nicht so gut und ich brach schon um 19 Uhr auf um über Melkendorf nach Geisfeld zum Grieß zu gehen.

Alleine fand ich auch problemlos einen Platz in der Wirtschaft und konnte mich noch kurz aufwärmen.

Ich wusste schon, dass die Brauereigaststätte in Roßdorf Urlaub hatte, so spekulierte ich auf den Keller und lief aber so los, dass ich es auch direkt nach Strullendorf zum Zug geschafft hätte.

Am Roßdorfer Keller war zwar offiziell auch zu, aber Licht. So traf ich überraschend die Kollegen vom Braukulturellen Wanderverein Franken.

Dort bekam ich Asyl, ein nettes Gespräch und zwei Rossdorfer Bier. Damit war die restliche Strecke nach Strullendorf zum Bahnhof auch gar kein Problem mehr.

Schön wars, auch ohne Bus. Das werde ich nun öfters mal machen.

07
Okt
17

Menschenmassen in Tiefenellern

Auf unser heutigen (Samstags-) Tour von Tiefenellern über Lohndorf und Schammelsdorf nach Drosendorf wurden wir schon auf der Hinfahrt im 970er Bus von einer Menge Fahrgästen überrascht, die wir sonst nur auf den klassischen Biertouren um Thuisbrunn oder Aufsess trafen. Der Bus war fast voll, obwohl die Erbsenzähler im Landratsamt Bamberg und bei der Gemeinde Litzendorf die Linie immer mehr kaputtsparen. Dafür durften wir schon ein Bock trinken, obwohl der offizielle Bockbieranstich hier erst am 20.10. stattfindet. Das Bock gibts aus der Flasche, da auch am Diller Keller hinter Hallstadt schon ein Bockbieranstich mit Hönig-Bock gelaufen ist, auch schon vor dem offiziellen Termin.

Dafür durfte ich mich wieder über den überflüssigen zweiten Radweg zwischen Lohndorf und Tiefenellern aufregen.

Um Missverständnissen vorzubeugen, ich habe nichts gegen Radwege, ganz im Gegenteil! In diesem Fall gibt es jedoch seit vielen Jahren einen tollen Rad- und Fußweg auf der nördlichen Talseite. Wozu dann noch einen an der Südseite der Straße? Keine Frage, das kann man machen, wenn man sonst schon alles hat und trotzdem noch Geld übrig ist, aber beim Gejammere der Gemeinde, dass ein paar hundert Euro pro Jahr für die bisherige 19 Uhr Busverbindung im Richtung Bamberg nicht mehr möglich wären, ist das angesichts der vielen Nutzer des ÖPNV hier nur noch unverständlich.

Wir wanderten natürlich den bisherigen, ab von der Straße verlaufenden Weg nach Lohndorf und nach Speis und Trank in der Brauereigaststätte Hölzlein (aktuell gibts Sonn- und Feiertage keinen Mittagstisch und es wird erst um 15 Uhr geöffnet) dann weiter hoch nach Schammelsdorf zum zweiten Bock des Tages.

Danach, gerade noch bevor es Stockfinster wurde, sind wir runter nach Drosendorf zur Brauerei Göller und zum dritten Bock des Tages gelaufen. Dort erfuhren wir vom aktuell zweiten Ruhetag der Gaststätte, die ab sofort auch noch an Dienstagen geschlossen ist. Schade, schade… und schon wieder viel zu ändern in meiner Brauereiliste.