Archive for the 'ÖPNV' Category

24
Mai
20

Die erste Woche Corona-Biergärten

Jetzt ist sie vorbei, die erste Woche, die mit mehr als gemischten Gefühlen begann. Zeitweise war sogar noch irgendwie im Hinterkopf, dass man etwas illegales tun muss, wenn man plötzlich, als wäre nichts gewesen, draußen, in der Sonne, in seinem Lieblingsbiergarten vor einem Seidla Bier sitzen konnte. Ich war endlich wieder einmal viel unterwegs und die geltenden Hygienemaßnahmen wurden überall, meist sehr kreativ in individuelle Konzepte umgesetzt. Überwiegend konnten sich die Betreiber aber nur bei ihrem Verband informieren. Die zuständigen Ordnungsämter an den Landkreisverwaltungen waren keine große Hilfe. Einige trauten sich noch nicht gleich und wollten erst mal die Kollegen erste Erfahrungen sammeln lassen. Andere bleiben stur und wollen ihre jahrelang gelebte Wirtshaus- und Biergartenkultur nicht ändern und lassen lieber weiterhin zu.

Inzwischen ist bei mir schon so etwas wie Routine eingekehrt. Der Mund- und Nasenschutz gehört zum wichtigsten Gepäck bei den Ausflügen, denn ohne diesen kann man schon gar nicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen, geschweige denn das Biergartengelände betreten. Die Angabe der Kontaktdaten ist auch fast überall Pflicht – ohne diese Infos gibt es oft kein Bier. Aufgenommen werden sie aber höchst unterschiedlich. Ein paar fragen diese Daten gleich am Eingang ab, manche haben Kärtchen oder Einzelzettel, die man ausgefüllt bei der Bierorder abgeben muss, andere haben einfach Listen ausliegen oder bringen diese an den Tisch. Mir ist die erste Variante am liebsten, denn so braucht man keine Brille zum Schreiben und der Stift geht nicht durch tausende Finger.

Auch wenn jetzt ab 25.05.20 die Gaststätten Innenbereiche wieder offen haben dürfen, werde ich mich bis auf weiteres auf die Außenbereiche beschränken. In geschlossenen Räumen, mit vielen anderen Personen ohne Mund- und Nasenschutz habe ich noch ein viel zu schlechtes Gefühl. Bei regnerischem Wetter verkneife ich mir dann einfach den Ausflug.

Schwierig ist es teilweise um die Moral der Gäste bestellt. Viele tragen keine Maske oder haben sie am Kinn oder unter der Nase hängen. Nur zwei Haushalte am Tisch? Das wird offensichtlich häufig misachtet. In den Zügen haben schätzungesweise 20% keinen Mund- und Nasenschutz oder nehmen ihn am Platz zumindest ab. Kontrolliert wird das kaum und wenn, bleibt es bei einer laschen Ermahnung, selbst bei wiederholten Verstößen. In den Betrieben habe ich es diese Woche noch gar nicht erlebt, dass selbst harte Mund- und Nasenschutz-Verweigerer vor den Biergarten begleitet wurden – schade für die Vielen, die sich brav an die Regeln halten. Eigenverantwortung und gesunder Menschenverstand kann man leider bei weitem nicht von jedem erwarten. Ohne Konsequenzen wird man die 20% nicht zum Umdenken bringen.
Seltsam ist auch die Beschränkung der Öffnungszeit im Biergarten auf längstens 20 Uhr und ab Montag in den Gaststätten innen auf 22 Uhr. Betrachtet man das Risiko einer Ansteckung müsste es bestenfalls anders herum gelten.
Die Zeit wird zeigen, ob das Großexperiment gut geht oder nicht. Mein restliches Leben mit einer Maske vor Mund und Nase herumlaufen möchte ich auf jeden Fall auch nicht.

 

14
Feb
20

Es gibt langsam auch mal positive Meldungen

Die letzten Hiobsbotschaften (z.B. Thomann Wiesen, Linie 970 Sonntag ab Tiefenellern…) habe ich schon gar nicht mehr geschrieben. Ich hatte mich schon damit abgefunden, dass langsam aber sicher auch noch die letzte Brauereiwirtschaft nur noch für Auto fahrende Rentner geeignete Öffnungszeiten ab dem späteren Nachmittag anbieten und möglichst am Wochenende Ruhetag einlegen. Die Busse fahren, zumindest im für den öffentlichen Nahverkehr, Problemlandkreis Bamberg, ja auch fast nur noch im Schülerverkehr. Aber welche Überraschung, es gibt jetzt schon in beiden Bereichen ein paar Beispiele für ein langsames Umdenken.

Bei den Wirtschaften werden demnächst in Birkach am Forst bei der Brauerei Eller und in Appendorf beim Edmund Fößel die Öffnungszeiten erweitert. Wenn es fix ist, werde ich berichten.

Im Nahverkehr ist herauszustellen, dass der Landkreis Lichtenfels, lange Jahre Entwicklungsgebiet im öffentlichen Nahverkehr, zum letzten Fahrplanwechsel viele Linien als Rufbusse mit Beförderungszeiten bis nach 21 Uhr, reaktiviert hat. Es besteht zwar bei den Anschlüssen an die Züge (in Richtung Großraum) und im Callcenter noch massiven Verbesserungsbedarf, aber wenn man einiges an Zeit und Geduld mitbringt ist das schon mal besser als vorher.

Genauso hat es der Landkreis Erlangen-Höchstadt gemacht. Davon profitiert auch die Verbindung von Schlüsselfeld. Da fährt nun Montag bis Freitag (auch in den Ferien) die Linie 207 ab Schlüsselfeld Post um 18:50 Uhr über Wachenroth nach Höchstadt Schillerplatz, mit Anschluss an den Eilbus nach Erlangen (zum Bahnhof). Leider findet man die Verbindung von Schlüsselfeld nach Höchstadt noch nicht durchgehend in der online Fahrplanauskunft. Dort ist in Wachenroth Schluss, mit Anschluss durch einen Rufbus zwei Stunden später. Schaut man dann aber von Wachenroth nach Höchstadt und liest die PDF-Datei der Linie 207 wird klar, dass man gleich durchfahren kann. Ich habe es schon gemacht und es hat prima funktioniert.

Mal schauen, ob nun endlich das ätzende Gejammere der Wirtschaften, sie bekämen kein Personal, ein Ende hat und ob alle Landkreise vernünftige Ausschreibungen für den öffentlichen Nahverkehr machen, damit die Busunternehmen auch entsprechende Planungssicherheit haben und investieren können. Nicht wie im Landkreis Bamberg, wo die Planung der Leistungen den Verkehrsunternehmen überlassen wird, die aber nicht mal wissen, ob sie im nächsten Jahr noch den Auftrag bekommen. Die Folge ist uraltes Gerät, unpraktische Reisebusse und ständig eingeschränkte Verbindungen. Ob das überhaupt rechtmäßig ist, steht auf einem anderen Blatt.

08
Sep
19

Erneut ÖPNV Einschränkungen im Problemlandkreis Bamberg – diesmal Linie 969

Wieder mitten im „Jahresfahrplan“ wurde eine für Ausflüge essenzielle Busverbindung von Steinfeld / Königsfeld und Scheßlitz in Richtung Bamberg klammheimlich ersatzlos gestrichen. Seit 01.08.2019 gibt es die jahrzehntelang bewährte Verbindung am frühen Samstagabend in Richtung Bamberg nun nicht mehr. Im letzten Jahr wurde genau zum gleichen Zeitpunkt die Linie 989 (Trossenfurt) massiv eingedamft und vorher die Linie 970 (Tiefenellern). Nachdem der OVF (Frankenbus) diese Verbindung vor ein paar Jahren einem leider meist unzuverlässigen Privatbusunternehmen anvertraut hatte und dadurch nur noch Ärger mit versetzten Fahrgästen hatte, hatten wir hier Veränderungen schon erwartet. Die komplette Streichung der Verbindung ist aber wieder mal ein Zeichen der ausgeprägten Steinzeit-Mentalität der Verantwortlichen im LRA Bamberg. Heutzutage sollte man den Mut haben zumindest einen Rufbus anzubieten.

Alle reden davon, den ÖPNV zu fördern, der Landkreis Bamberg macht seit Jahren das Gegenteil und untergräbt somit sämtliche Bemühungen wenigstens den Freizeitverkehr vom eigenen Auto weg zu bringen.

Mit dieser Situation ist nun auch der 11 Uhr Bus am Samstag nach Tiefenellern nicht mehr sinnvoll, da man von dort über Huppendorf nach Königsfeld oder über den Gügel nach Scheßlitz wandern konnte. Beides waren vor allem schöne Wintertouren, die jedoch nur mit der Linie 969 am Samstag Abend möglich waren.

10
Aug
18

ÖPNV-Problemlandkreis Bamberg

Update: Der Landrat/Landkreis Bamberg hat natürlich alle Schuld auf den Landkreis Haßberge geschoben. Die hätten wohl keinen Bedarf an der Verbindung ab Trossenfurt gesehen. Da ab Priesendorf eine gute halbe Stunde vorher ein Bus nach Bamberg fährt war da für den Lkr Bamberg ’natürlich“ auch keine Veranlassung etwas zu unternehmen. So werden die Verbindungen immer unattraktiver und immer weniger Fahrgäste fahren mit – aber das stört ja niemanden im LRA Bamberg…

Klar ist der Landkreis Haßberge ÖPNV-Niemandsland, aber die prahlen auch nicht wie die Bamberger, dass sie so viel tun für den Nahverkehr…

——————

Eigentlich bin ich ja leidgeprüfter Nutzer von Bus und Bahn. „Eigentlich“…

Leider ist der Landkreis Bamberg regelmäßig für eine Negativ-Überraschung gut (siehe z. B. hier, hier und hier)

Zuerst die Warnung an andere Wanderer: Ab sofort kommt man auch Montag bis Freitag nicht mehr aus Trossenfurt weg, wenn man in der Wirtschaft oder im Keller war – das selbe gilt für Priesendorf (hier fährt nun der letzte Bus um dreiviertel sechs).

Jetzt macht man die Kürzungen schon nicht mehr öffentlich, sondern gibt die geänderten Fahrpläne erst bekannt, wenn sich die ersten Kunden beschweren. Die neueste Methode die Fahrgäste abzuschrecken sind massive Einschränkungen auf der Linie 989. Perfide an der Vorgehensweise war, dass die Änderungen trotz anders lautendem Jahresfahrplan ab Ferienanfang begonnen hatten, ohne dass Aushangfahrpläne oder online-Auskünfte (VGN bzw. Bahn) rechtzeitig geändert wurden. Natürlich fand man auch auf dem Internetauftritt des Landratsamtes nichts.
Zur Geschichte:
Jahrelang nutzte ich fast jede Woche (meist im Winter) die zwei Verbindungen (Mo-Fr) der Linie 989 von Trossenfurt Aurachbrücke nach Priesendorf, Mühlendorf oder Bamberg um 16:47 und 18:12 Uhr ab Trossenfurt.
Auch am Montag den 06.08.2018 hatte ich mich darauf verlassen und bin von Ebelsbach/Eltmann nach Trossenfurt gelaufen um dort nach guter Unterhaltung und gutem Bier, gemütlich in den Bus zurück nach Bamberg zu steigen.
Zum Glück schaute ich noch kurz in die VGN – Fahrplanauskunft wann die Busse genau abfahren.
Leider gab es die bekannten Abfahrten 16:47 Uhr und 18:12 Uhr in Richtung Bamberg beim VGN nun gar nicht mehr.
Bei der DB Auskunft gab es eine Abfahrt 16:38 Uhr und sonst nichts.
An der nahen Bushaltestelle hing nur der mir bekannte Jahresfahrplan 2018 mit den Fahrten 16:47 und 18:12. Wie auch in der pdf-Datei des Jahresfahrplans 2018 der Linie 989 beim VGN verzeichnet.
Ich studiere immer die aktuellen Fahrplanänderungen vor den Ferien und vor dem Fahrplanwechsel. Nichts deutete bei der Linie 989 auf eine Änderung hin.

Ein Bus kam dann tatsächlich schon um 16:38 Uhr. Nicht schön, wenn die offizielle Abfahrt eigentlich erst 9 Minuten später wäre. Der Fahrer des Kleinbusses konnte mir „natürlich“ auch nicht sicher sagen, ob um 18:12 Uhr nun einer noch fährt oder nicht.
Da ich diese Verbindung oft nutze und nicht jedesmal auf die Gnade der jeweiligen Fahrer angewiesen sein möchte, hätte ich nun eigentlich gerne eine verlässliche Auskunft gehabt, welche Verbindungen und wann ab Trossenfurt in Richtung Bamberg noch angefahren werden. Das klappt um halb fünf leider nicht mehr, weil die zuständigen OVF-Büros (in diesem Fall Coburg) schon mindestens eine Stunde früher dicht gemacht werden.
Sicherlich sind solche Aktionen länger geplant, aber es wirkt jedesmal als ob Ferienarbeiter mit der Umsetzung beauftragt würden. Ich bin es richtig leid als Fahrgast des ÖPNV, vor allem im Landkreis Bamberg immer als Bittsteller behandelt zu werden. Die Kundschaft bleibt hier im wahrsten Sinne auf der Strecke. Der Landrat, der sich sonst so sehr für die Brauereien einsetzt, hat wohl nur das autofahrende Publikum im Blick. Die Aussagen auf seiner eigenen Homepage unter ÖPNV und Mobilität und dem Motto „Lebensqualität erhalten“ ist auch nur eine hohle Phrase.

17
Apr
18

Umsteigeverbindungen an die S- und R-Bahnen in Bamberg seit Fahrplanwechsel zum Abgewöhnen

Wenn ich es aus leidvoller Erfahrung nicht besser wüsste, würde ich es nicht glauben, wie kaputt man heutzutage noch den öffentlichen Nahverkehr (ÖPNV) machen kann. Die Verkehrsplanung des Landratsamtes Bamberg, schon immer die Instanz wenn es um Fehl-, Falsch- oder Nichtplanung des öffentlichen Nahverkehrs geht, hat es auch diesmal wieder geschafft, die wenigen noch sinnvollen Busverbindungen so unattraktiv zu machen, dass selbst wir eingefleischte Nutzer dreimal überlegen, ob wir uns das noch antun.

Dabei hat man diesmal gar nichts gemacht – und das war der Fehler. Die DB trägt eigentlich die Schuld und dabei vor allem der neue S-Bahn Fahrplan mit den ca. halbstündlich versetzten Abfahrtszeiten im Vergleich zur langjährigen Praxis. Die Abfahrt der RE ist gleich geblieben und so fahren beide Verbindungen in den Großraum nun innerhalb von 10 Minuten. Die 50 Minuten dazwischen gibts nichts außer Warten. Mit der Ankunft in Bamberg sieht es ähnlich düster aus.

Es fehlt leider immer noch ein halbstündlicher S-Bahn-Takt von Bamberg nach Nürnberg und zurück.

Da der DB und der Bayerischen Eisenbahngesellschaft, als Besteller des Schienenverkehrs, die Busanschlüsse ziemlich gleich sind, hätte das Landratsamt reagieren müssen – tat aber leider bisher nichts.

Sogar die Zuganschlüsse sind betroffen, so kann man von Eltmann oder Oberhaid zwischen kurz nach 21 Uhr und 0:22 Uhr nicht mehr über Bamberg in Richtung Nürnberg fahren. Zwischendurch fährt zwar noch ein Zug aus der Richtung nach Bamberg, der hat aber auch keinen früheren Anschluss. Zudem geht das dann nur am Samstag, denn unter der Woche ist schon um kurz nach 21 Uhr Schluss von Oberhaid und Eltmann…

Die folgenden Bus-Beispiele sind besonders krass für Biergarten und Brauereibesucher des Landkreises, die in Bamberg in Richtung Großraum Nürnberg umsteigen müssen:
Linie 969, Richtung Würgau/Steinfeld, So, Abfahrt 12:55 Uhr, Ankunft RE 11:21 – Wartezeit 34 Minuten;
Linie 969, Richtung Bamberg, Sa Ankunft 18:48, So Ankunft 18:58 Uhr, Abfahrt RE 19:38 Uhr – Wartezeit 50 oder 40 Minuten
Linie 970, Richtung Tiefenellern/Huppendorf, Mo-Fr, Abfahrt 13:15 Uhr, Ankunft RE 12:21 – Wartezeit 49 Minuten;
Linie 989, Richtung Bamberg, Mo-Fr, Ankunft 18:56 Uhr, Abfahrt RE 19:38 Uhr – Wartezeit 42 Minuten;

Die Auflistung liese sich noch beliebig fortführen, aber das mindert den Frust über die Ignoranz der Fahrplangestalter auch nicht. Bis sich hier evtl. in den Folgejahren etwas ändert hat die Bahn ihren Fahrplan wahrscheinlich schon wieder geändert…

30
Okt
17

Bockanstich in Lohndorf

Trotz eingestellter 19 Uhr Busfahrt von Tiefenellern /Lohndorf nach Bamberg, nahm ich mir am letzten Oktoberfreitag den Bockbieranstich in Lohndorf vor. Startpunkt war in Scheßlitz am Bahnhof. Die Wanderung zum Gügel ist immer wieder schön und die Gügelkirche trotz Gerüst und Dauerbaustelle auf jeden Fall einen Ausflug wert. Die Gaststätte hatte gerade noch vor den Herbstferien offen.

Weiter nach Tiefenellern ist es nicht sehr weit und aufgrund der tollen Landschaft und Aussichten recht kurzweilig.

Bei der Brauerei Hönig muss man zu dieser Jahreszeit natürlich einen leckeren Bock trinken.

Von Tiefenellern bis nach Lohndorf nahm ich dann den leider letzten Bus um 17:37 Uhr.

Es war kalt, insofern lief der gute Bock in Lohndorf bei mir nicht so gut und ich brach schon um 19 Uhr auf um über Melkendorf nach Geisfeld zum Grieß zu gehen.

Alleine fand ich auch problemlos einen Platz in der Wirtschaft und konnte mich noch kurz aufwärmen.

Ich wusste schon, dass die Brauereigaststätte in Roßdorf Urlaub hatte, so spekulierte ich auf den Keller und lief aber so los, dass ich es auch direkt nach Strullendorf zum Zug geschafft hätte.

Am Roßdorfer Keller war zwar offiziell auch zu, aber Licht. So traf ich überraschend die Kollegen vom Braukulturellen Wanderverein Franken.

Dort bekam ich Asyl, ein nettes Gespräch und zwei Rossdorfer Bier. Damit war die restliche Strecke nach Strullendorf zum Bahnhof auch gar kein Problem mehr.

Schön wars, auch ohne Bus. Das werde ich nun öfters mal machen.

07
Okt
17

Menschenmassen in Tiefenellern

Auf unser heutigen (Samstags-) Tour von Tiefenellern über Lohndorf und Schammelsdorf nach Drosendorf wurden wir schon auf der Hinfahrt im 970er Bus von einer Menge Fahrgästen überrascht, die wir sonst nur auf den klassischen Biertouren um Thuisbrunn oder Aufsess trafen. Der Bus war fast voll, obwohl die Erbsenzähler im Landratsamt Bamberg und bei der Gemeinde Litzendorf die Linie immer mehr kaputtsparen. Dafür durften wir schon ein Bock trinken, obwohl der offizielle Bockbieranstich hier erst am 20.10. stattfindet. Das Bock gibts aus der Flasche, da auch am Diller Keller hinter Hallstadt schon ein Bockbieranstich mit Hönig-Bock gelaufen ist, auch schon vor dem offiziellen Termin.

Dafür durfte ich mich wieder über den überflüssigen zweiten Radweg zwischen Lohndorf und Tiefenellern aufregen.

Um Missverständnissen vorzubeugen, ich habe nichts gegen Radwege, ganz im Gegenteil! In diesem Fall gibt es jedoch seit vielen Jahren einen tollen Rad- und Fußweg auf der nördlichen Talseite. Wozu dann noch einen an der Südseite der Straße? Keine Frage, das kann man machen, wenn man sonst schon alles hat und trotzdem noch Geld übrig ist, aber beim Gejammere der Gemeinde, dass ein paar hundert Euro pro Jahr für die bisherige 19 Uhr Busverbindung im Richtung Bamberg nicht mehr möglich wären, ist das angesichts der vielen Nutzer des ÖPNV hier nur noch unverständlich.

Wir wanderten natürlich den bisherigen, ab von der Straße verlaufenden Weg nach Lohndorf und nach Speis und Trank in der Brauereigaststätte Hölzlein (aktuell gibts Sonn- und Feiertage keinen Mittagstisch und es wird erst um 15 Uhr geöffnet) dann weiter hoch nach Schammelsdorf zum zweiten Bock des Tages.

Danach, gerade noch bevor es Stockfinster wurde, sind wir runter nach Drosendorf zur Brauerei Göller und zum dritten Bock des Tages gelaufen. Dort erfuhren wir vom aktuell zweiten Ruhetag der Gaststätte, die ab sofort auch noch an Dienstagen geschlossen ist. Schade, schade… und schon wieder viel zu ändern in meiner Brauereiliste.

30
Nov
16

Wanderung 23 ab Fahrplanwechsel 2016/2017 nicht mehr sinnvoll machbar

Durch die sinnfreie Streichung der letzten Busverbindung (VGN #970) ab Tiefenellern nach Bamberg Mo-Fr um 19 Uhr ist die schöne Tour von Scheßlitz über die Gügelkirche nach Tiefenellern zur Brauerei Hönig und bei Bedarf noch nach Lohndorf zur Brauerei Hölzlein (w023) nun ab Mitte Dezember 2016 nicht mehr durchführbar. Die letzten paar Jahre habe ich das sehr gerne an einem freien Nachmittag gemacht. Sommer wie Winter ein schönes Erlebnis. Die unten angehängten Bilder sind z.B. letzten Montag (28.11.) entstanden, als ich ausnahmsweise auch noch über die Giechburg gewandert bin.

In Litzendorf fährt ein Bus um nach 19 Uhr auch zukünftig noch vorbei, aber die paar Kilometer hinter nach Tiefenellern war den Sparfüchsen beim Busunternehmen zuviel, obwohl laut neuem Fahrplan eigentlich um kurz vor 19 Uhr noch zwei „Halte nur zum Aussteigen“ aus Bamberg kommend (umstieg in Litzendorf) für Lohndorf und Tiefenellern eingerichtet sind – die haben wohl Hoffnung, dass das nie jemand nutzen wird. Dabei könnte man, nach vorheriger telefonischer Anmeldung beim Busunternehmen (das geht am Nachmittag in den Ferien laut neuem Fahrplan der Linie 970 auch schon für die Orte östlich von Tiefenellern (z.B. Königsfeld und Huppendorf)) diesen Bus auch zum Abholen von Fahrgästen aus Tiefenellern einrichten und problemlos den Anschluss an den Bus der von Geisfeld nach Bamberg in Litzendorf hält gewährleisten. Das Umsteigen ist man bei dieser Linie ja gewohnt…
So könnte dieser kurze Zubringer vor allem auch bedarfsgerecht z.B. mit Kleinbussen gefahren werden und nicht immer mit den spritschluckenden großen Reisebussen.

Es kommt aber anders und das schöne Ellertal ist nun wieder endgültig den hunderten Autofahrern, die dort jeden Tag die Brauereigasthäuser fluten überlassen. Die Brauereien beklagen weiter den zurückgehenden Bierkonsum – denn Autofahrer trinken kein/weniger Bier – und die Erbsenzähler beim Busunternehmen triumphieren, dass wieder ein paar Euro eingespart werden konnten.

Wenn die Einschränkungen wenigstens sinnvoll wären, könnte ich das nachvollziehen, aber in dieser Form ist es nicht vermittelbar, woher da noch eine relevante Einsparung kommen sollte. Nach bisherigem Fahrplan fuhren zwei Busse. Einer um 19 Uhr ab Geisfeld nach Bamberg und ein anderer von Tiefenellern nach Bamberg. Jetzt fährt nur noch einer von Geisfeld über Litzendorf nach Bamberg. Einer statt zwei, das leuchtet ein, aber auf den kurzen Abstecher von Litzendorf nach Tiefeneller zu verzichten das versteht kein Mensch.

Die Verantwortlichen im Landratsamt, die eigentlich die Verbindungen bestellen (und bezahlen), gehen auf Tauchstation und lassen das Busunternehmen machen. Dabei ist es, wie in diesem Fall, anscheinend egal was dabei heraus kommt – ganz nach dem Motto: Wer fährt schon Bus, wenn ein Auto in der Garage steht. Es heißt, die Linie würde „eigenwirtschaftlich“ vom Busunternehmen betrieben. Wie das funktionieren soll, wenn kaum Fahrgäste Fahrkarten im Bus kaufen, sondern im VGN-Gebiet Zeitkarten oder Tages-/Wochenendtickets benutzen, kann nur gerätselt werden. Wenn dem so ist, wird einiges klarer. Denn die Abendverbindung ab Tiefenellern benutzen ja sicherlich zu fast 100% Zeitkartenfahrer aus dem Großraum – also kommt da kein Geld in die Kasse des Busfahrers. Welchen Anreiz hat ein Busunternehmen die ungeliebte Verbindung noch zu erhalten? Man könnte sagen, da wurde der Bock zum Gärtner gemacht.

Ohne großen finanziellen Mehraufwand könnte man, mit etwas gutem Willen auf dieser Strecke beides haben, das habe ich oben schon beschrieben.

Da wird natürlich mit der nachfolgenden Fahrt ab Bamberg nochmal nach Litzendorf argumentiert. Diese wurde so knapp gelegt, damit der Abstecher nach Tiefenellern kaum mehr drin ist. Warum der nicht einfach 15 Minuten später fahren kann, oder die Lösung mit dem Bedarfsabholer (s.o.) gewählt wird? Da kann man nur den Kopf schütteln.

Noch eine Anmerkung:
Zwei weitere Probleme mit dieser Linie werden nicht angegangen, obwohl sie seit Jahren bekannt sind:
– Im neuen Fahrplan wurde wieder nicht vermerkt werden, dass auf der Linie 970, entgegen der Regelung im übrigen VGN, am Faschingsdienstag nach Samstagsfahrplan und nicht normal nach Werktagsfahrplan gefahren wird – eigentlich kein Problem, wenn man es weiß – leider kann man es nicht wissen, wenns nicht drin steht!
– Die Fahrten ab Bahnhof/Post zur halben Stunde (z.B. 11:30 Uhr) bedeuten in der Regel keinen Anschluß vom RE aus Richtung Nürnberg. Wir hatten das jahrelang immer wieder am Sonntag um 11:30 Uhr versucht, aber es klappt erfahrungsgemäß nur zu 50%, da der RE aus Nürnberg meist ein paar Minuten Verspätung hat. Hier wäre eine Abfahrt 10-15 Minuten später (oder gleich 30 Minuten früher, dann hätte man gemütlich den Anschluß von der S-Bahn) von Vorteil.

Wer den erneuten Schildbürgerstreich selbst nachlesen möchte, bei der VGN Fahrplanauskunft sind der alte und der neue Fahrplan der Linie 970 als pdf-Datei zur Zeit noch abrufbar (Liniennummer eingeben): VGN Linien

Dem VGN war diese, für Ausflügler drastische Einschränkung übrigens nicht mal eine Erwähnung in den Änderungen zum Fahrplanwechsel wert! Im Landkreis Bamberg gibts laut VGN anscheinend gar keine Änderungen – ich hatte sie nur zufällig entdeckt, da ich die Linie häufig fahre. Ich möchte ja gar nicht wissen was sonst noch alles im Argen liegt.

Viele werden spätestens im Sommer verärgert sein, wenn sie „wieder mal“ zum Hönig-Biergarten wollen aber kein Bus mehr fährt – aber dann ist es zu spät.

Wer das liest und wie ich auch zumindest mal im Sommer gerne in den Biergarten in Tiefenellern oder in Lohndorf geht und ein paar der leckeren Biere genießt ohne Angst um den Führerschein haben zu müssen, der wendet sich bitte an das Landratsamt Bamberg, das Busunternehmen Metzner-Hennemann und evtl. die Gemeinde Litzendorf und fordert den Erhalt dieser wichtigen Verbindung ab Tiefenellern.

Es geht hier nicht um zusätzliche Fahrten, wie das Landratsamt gerne argumentiert, es geht nur um den Erhalt einer, zwar schon bisher nicht optimalen, aber wenigstens vorhandenen Verbindung, auch unter den kostenoptimierten Bedingungen, aber dazu gehört auch ein guter Willen und ein gewisses Umweltbewustsein, welches im Landkreis Bamberg wohl immer noch bei der eigenen Autotüre aufhört. Zurück in die Steinzeit Landkreis Bamberg!

05
Jul
16

Endlich mal wieder Hallerndorf. 

Entweder das Wetter war scheußlich, ich hatte keine Zeit oder es stand am Dienstag eine andere Tour an – vielleicht hatte ich nach der letzten Miniportion Lunge auch einfach keine Lust mehr? 

Jedenfalls habe ich es heute wieder mal geschafft. Gut stürmisch ist es hier, aber die saure Lunge ist wieder eine normale Portion – ich musste nicht mal was sagen! Immer noch die beste saure Lunge, die ich kenne! 

Leider gibt es die Forchheimer Klemm Busse und damit auch die Linie 265 immer noch nicht in der Bahnauskunft, obwohl ich das im Januar / Februar schon beim VGN und beim Landkreis gemeldet hatte. Unmöglich, muss man doch die Bahnauskunft konsultieren, wenn man mit dem Zug ein Stück fahren will – beim VGN gibt’s ja keine Bahn-Baustellen und keine aktuellen Verspätungen. 

28
Apr
16

Bier-Tipps zum Maiausflugwochenende

Wie jedes Jahr, nachfolgend die obligatorischen Ausflugstipps für das erste Wochenende im Mai bzw. den Maifeiertag. In diesem Jahr ist das Wochenende kurz, so muss man sich schon gut überlegen, wohin man gehen will – am Besten fängt man am Freitag schon an.

Maibock bei der Brauerei Gradl in Leups und der Brauerei Herold in Büchenbach. Hin kommt man auf meiner Tour w002 und Tour w010.

 

Walberlafest. Zum Walberla kommt man mit öffentlichen Verkehrsmitteln an diesen Bahn-Chaos-Wochenende nur mit viel Geduld und Nerven – das hatte ich hier schon mal geschrieben. Kommt man mit dem Zug z.B. aus Nürnberg oder Fürth endet die Fahrt in Erlangen. Dort muss man mit dem Bus (Schienenersatzverkehr) nach Forchheim fahren und dort wieder in den Schienenersatzverkehr-Bus in Richtung Ebermannstadt umsteigen. Mit Fahrad, Kinderwagen oder ähnlichem ist somit spätestens in Erlangen Schluß.
Soviel Ignoranz wie die Bahn muss man erst mal an den Tag legen – die Baustellen sind alle schon längst geplant und hätten mit ein wenig Verstand und Einsicht auch auf ein anderes, nicht so ausflugsträchtiges Wochenende gelegt werden können…

Walberlafest

Bockbier bei der Brauerei Zehendner in Mönchsambach. Auch hier trifft natürlich der Schienenersatzverkehr zwischen Baiersdorf und Hirschaid, will man am ersten Mai den ab diesem Tag wieder verkehrenden Freizeitbus #990 „Steigerwald-Express“ ab Hirschaid oder Bamberg benutzen. Man sollte viel Zeit mitbringen und die Umstiegsmöglichkeiten gut planen, denn der Bus 990 fährt nur zweimal am Vormittag!

Maibock

 

Vielleicht schreibt der eine oder andere Leser mal einen Kommentar, wie groß das Bahn-(bzw. Bus-)Chaos denn wirklich war.

01
Apr
16

Bahnbaustellen zum ersten Mai und Walberlafest-Wochenende

Bemüht man zur Zeit die DB-Fahrplanauskunft um Verbindungen für den Maiausflug oder den Walberlafestbesuch zu erhalten, denkt man beim Ergebnis sofort an einen Aprilscherz.
Anscheinend plant die Bahn exakt am verkehrsstärksten Wochenende im Jahr zwei Totalsperrungen auf den Hauptausflugsrouten Nürnberg – Bamberg und Forchheim – Ebermannstadt. Zusammen mit der noch lange andauernden Sperrung Hallstadt – Staffelstein ein perfektes Timing.
Möchte man aus dem Großraum zum Walberla sind im Ersatzplan zwar nur 12 Minuten längere Fahrzeit angesetzt. Aufgrund des zu erwartenden extremen Fahrgastaufkommens sollte man damit aber nicht rechnen.
Möchte man am ersten Mai aber mit dem Steigerwaldexpress (Linie 991) zum neuen Baumwipfelpfad bei Ebrach sollten für die einfache Strecke, schon nach Plan eine Stunde zusätzlich mitgebracht werden.
Für die, die sich vorher nicht genau über den Ersatzfahrplan informiert hatten, bzw. mit Rad oder Kinderwagen unterwegs sind endet der Maiausflug dann irgendwo auf der Strecke, weil ein Anschluss nicht mehr erreichbar ist oder sie schlicht im Bus nicht unterkommen.

Ich hoffe das entpuppt sich wirklich noch als (schlechter) Aprilscherz.

Hier die Ergebnisse der DB-App:

10
Jan
16

Letzter Zug ab Staffelstein – Schildbürgerstreich in Ebing

Diesen Montag Abend beginnt die Großbaustelle zwischen Hallstadt und Ebensfeld. Voraussichtlich bis Anfang September fährt kein Zug zwischen Bamberg und Lichtenfels. In den letzten Wochen versuchte ich also nochmal so viel wie möglich Wanderungen dort oben zu unternehmen. Erschwerend kommt hinzu, dass in dieser Zeit auch kein Zug nach Ebern fährt.
In den nächsten Wochen kann ich berichten, wie gut der Schienenersatzverkehr mit Bussen funktioniert. Sehr spannend wird es sicher im Frühjahr , wenn die ersten Fahrräder transportiert werden sollen.

Interessant ist auch die Situation in Ebing. Dort soll zeitgleich mit der Bahnbaustelle auch die Mainbrücke erneuert werden. Das geht natürlich nicht so schnell. Die Fertigstellung der Brücke ist bisher erst für Juli 2017 geplant.
Zur Zeit des Schienenersatzverkehrs bis September diesen Jahres fährt ein Bus im Ort an der Raiffeisenbank, so ist die fehlende Mainüberquerung nicht schlimm. Doch an die Zeit danach, wenn der neue Haltepunkt Ebing wieder von Zügen angefahren wird und kein Bus im Ort mehr fährt, hatte man anscheinend nicht gedacht. Denn was nützt ein Haltepunkt wenn keiner hin kommt?
Bei einer Informationsveranstaltung zur Baustelle in Rattelsdorf, Ende letzten Jahres, sind die verrantwortlichen Planer wohl durch diese Tatsache komplett überrascht worden. Haha, wie lustig. Weniger lustig natürlich für die Pendler, Schüler und Ausflügler, die den Bahnhof Ebing benutzen wollen / müssen.
Mehr dazu hier:
Mainbrücke fehlt…
Mal sehen, ob es einen Behelfssteg gibt, solange die neue Brücke noch nicht fertig ist. Bis Anfang September ist ja noch „so“ viel Zeit.

Heute wandere ich aber erst nochmal von Steinfeld bis Bad Staffelstein. Nach Steinfeld fahre ich mit der Buslinie 969 und laufe, wenn alles gut geht, über Schederndorf, Wattendorf, Frauendorf, Stublang und Loffeld zum Bahnhof nach Staffelstein. Angepeilt habe ich dort den Eilzug um kurz nach 9.

Heil, aber tropfnass bin ich rechtzeitig für den geplanten Zug am Bahnhof angekommen. Die Mittagsruhe bis 16 Uhr bei der Brauerei Dremel in Wattendorf hat meinen Zeitplan zwar wieder mal etwas durcheinandergebracht. Dafür war aber die Wirtsstube in Frauendorf geschlossen, so dass zumindest zeitlich wieder alles im Lot war. In Stublang hatte die Brauerei Dinkel zu und in Loffeld habe ich diesmal die Gaststätte der Staffelbergbräu ausgelassen – überall kann man ja nicht rein. Schön wars trotzdem.

04
Feb
15

Saure Lunge im Schwanen-Bräu, Ebing

Nach langer Pause, ist heute wieder ein „unter der Woche“ Ausflug dran.
Vor genau einem Jahr war ich schon mal an einem Mittwoch hier und habe mir die saure Lunge schmecken lassen, die immer am ersten Mittwoch im Monat auf den Tisch kommt.
Dazu ein leckeres Bier – perfekt!

Wers nachmachen will: der RE fährt von Montag bis Freitag um 15:10 Uhr, ohne Umsteigen von Nürnberg über Erlangen, Forchheim, Hirschaid, Bamberg und Breitengüßbach nach Ebing. Vom Bahnhof läuft man dann ca. 15 Minuten bis zum Schwanen-Bräu.

Übrigens, am letzten Wochenende im Monat gibt’s hier leckere Bierhaxen. Das ist ebenfalls einen Besuch wert.
In der Galerie ist ein Haxenbild, welches bei unserem letzten Besuch entstanden ist. Ich bekomme immer noch spontan Hunger beim Betrachten.

Auf dem Spaziergang nach Reckendorf kommt man noch bei der Brauerei Endres in Höfen vorbei – natürlich nicht ohne ein leckeres Bier zu trinken. Hier gibt es endlich neue Gläser mit Aufdruck. Wir waren wohl schon lange nicht mehr hier.
Der Weg über die Bildeiche nach Reckendorf führte über sehenswerten Winterwald, wobei auf beiden Talseiten nichts liegt. So macht das Spaß.
Die Wege waren gut begehbar, aber die Bäume schön zugeschneit.
Jetzt bei der Brauerei Schroll noch ein schönes Abschlussbier – so lob ich das mir… 😉
Der Zug fährt um 20:16 zurück. In Bamberg Umsteigen in den RE und dann noch in die U-Bahn. Insgesamt ein gelungener Nachmittag.

01
Feb
15

Steinfeld – Bad Staffelstein, wieder mal…

Die wichtigste Buslinie im Brauereienland ist neben der #970 ins Ellertal, natürlich die #969 nach Hollfeld, mit Anschluss nach Bayreuth. Vor allem im Winter, wenn am Wochenende sonst nicht viel fährt, wird man mit diesem Bus zuverlässig den Würgauer Berg hoch gebracht.
Das Wetter ist heute zwar erst mal nicht sonderlich einladend, aber nördlich von Bamberg liegt zumindest etwas mehr Schnee als in südlichen Gefilden.
Die landschaftlich und brauereimäßig reizvolle Strecke nach Staffelstein startet in Steinfeld. Leider kann man erst recht spät loslaufen, da der erste Bus ab Bamberg um 11:55 abfährt.
Zum Glück ist das Ziel, Bad Staffelstein, seit Januar im VGN, so daß die lästige und teure Zuzahlerei zur MobiCard nun entfällt.
Mal schauen, was mir unterwegs so alles vor die Fotolinse kommt. Ich werde mich von der Strecke dann öfters melden, wenn ich Empfang habe.
Der Würgauer Berg, an dem der Bus gerade hoch klettert ist schon mal dick verschneit, das lässt hoffen…

Inzwischen bin ich gestärkt. Das war auch nötig, denn die ca. 15 cm Schnee hier oben sind ganz schön anstrengend zum Laufen. Leckeres Kochkäsbrot und Bier in der gemütlichen Wirtsstube der Brauerei Will in Schederndorf lassen jetzt den inneren Schweinehund stärker werden…
„Bleib hier, bleib hier, du kannst ja zurück nach Steinfeld, ein Ottobier trinken, oder zwei, und dann ganz gemütlich um 18:15 Uhr zum Bus zurück nach Bamberg… “
Mal schauen, wer stärker ist… wenn ich mal in Richtung Wattendorf los gelaufen bin, muss ich es auch durchziehen bis Staffelstein.

Nun sitze ich in Wattendorf im Gasthaus der Brauerei Dremel.
Der Weg hier hoch wurde immer anstrengender. Die Schneehöhe nähert sich 20 cm. Da ist man froh, wenn ein Traktor gefahren ist und man in den Fahrspuren rumrutschen kann. Wattendorf ist ja auch so ziemlich der höchste Punkt, den man in Oberfranken, südlich von Staffelstein haben kann. Ich habe gar nicht damit gerechnet hier gleich unter zu kommen, da die letzten paar mal hier am Sonntag Nachmittag bis 16 Uhr dicht gemacht wurde. Schön, so kann ich mir vielleicht die Brauerei Hübner gegenüber sparen.
Beim Hübner war Urlaub. Gut so, damit hatte ich etwas mehr Zeit bis nach Frauendorf – meine nächste Rast.

Die brauchte ich auch, stieg die Schneehöhe bis zum Kemnitzenstein doch noch auf fast 30 cm.
Weiter um den Steinbruch wars auch ganz schön anstrengend.
Unten ab End waren die Wege dann geräumt, aber überfrohren.
Bis auf den Seniorchef ist kein weiterer Gast hier im Wirtshaus der Brauerei Hetzel. Dabei ist ja nur am Sonntag Abend offen… wenn überhaupt. Aber wahrscheinlich ist es um kurz vor 6 noch zu früh.
Für mich ist die Zeit aber Ideal. Es folgen ja noch 3 Brauereien…
Langsam habe ich auch Hunger. Hier in Frauendorf gibts aber nichts.

In Stublang hat die Brauerei Dinkel Urlaub.
Nachdem ich schon Albträume hatte, wie voll es beim Hennemann ist, wurde ich eines Besseren belehrt. Ich fragte ganz vorsichtig an der Theke, da die Parkplätze vor dem Haus voll waren, aber siehe da, es war noch üppig Platz.
Sehr schön und wieder mal zu früh geunkt…
So konnte ich das leckere Bier und eine Brotzeit ausgiebig genießen.

Das letzte Bier in Loffeld kostete mir aber leider den Eilzug um 21:07 Uhr. Trotz der Rennerei war ich zu spät.
Mist, der ist wohl eine Minute zu früh in Staffelstein los gefahren. Ich bin so gerannt.. sinnlos. Eigentlich war ich einfach zu spät dran…
Also Bummelzug und S-Bahn… Mist. Dazu noch eine Stunde später daheim. Noch mehr Mist.
= schöner Tag – schlechter Abschluss…

Die Bilder kommen irgendwann diese Woche.. Heute nicht mehr.

02
Jan
15

Juhu… Endlich Lichtenfels

Gestern haben wir es gleich genutzt und sind im neuen Verbundgebiet nach Staffelstein gefahren.
Von dort nach Pferdsfeld ist es nicht weit.

Zurück nach Ebensfeld ist nur ein Katzensprung. In Unterneuses, bei der ehem. Brauerei Martin war leider noch Urlaub.