Archive for the 'neues aus den Brauereien' Category

14
Jul
20

Umzug

Ich bin nicht untätig, aber im Umzugsstress. Ich möchte den Blog von der kostenlosen WordPress Seite weg bekommen. Ich selbst sehe durch Firewall und Adblock zwar keine Werbung, aber wohl viele andere. Das möchte ich auf Dauer nicht. Deswegen ziehe ich auf eine selbst gehostete Seite um. Die Domain „Brauereienland.de“ schlummert schon lange. Im August ist hoffentlich schlechtes Wetter, so dass ich das schaffe. Leider muss ich jeden bisherigen Artikel anfassen und einen neuen Link setzten, sonst wird man von Google bei den Suchergebnissen bestraft.

Deshalb gibt es schon einige Wochen hier nichts mehr, sondern in der Facebook Gruppe:

https://www.facebook.com/groups/BierFranken/

Ich hoffe ich schaffe das zeitnah.

Bis dahin.

24
Mai
20

Die erste Woche Corona-Biergärten

Jetzt ist sie vorbei, die erste Woche, die mit mehr als gemischten Gefühlen begann. Zeitweise war sogar noch irgendwie im Hinterkopf, dass man etwas illegales tun muss, wenn man plötzlich, als wäre nichts gewesen, draußen, in der Sonne, in seinem Lieblingsbiergarten vor einem Seidla Bier sitzen konnte. Ich war endlich wieder einmal viel unterwegs und die geltenden Hygienemaßnahmen wurden überall, meist sehr kreativ in individuelle Konzepte umgesetzt. Überwiegend konnten sich die Betreiber aber nur bei ihrem Verband informieren. Die zuständigen Ordnungsämter an den Landkreisverwaltungen waren keine große Hilfe. Einige trauten sich noch nicht gleich und wollten erst mal die Kollegen erste Erfahrungen sammeln lassen. Andere bleiben stur und wollen ihre jahrelang gelebte Wirtshaus- und Biergartenkultur nicht ändern und lassen lieber weiterhin zu.

Inzwischen ist bei mir schon so etwas wie Routine eingekehrt. Der Mund- und Nasenschutz gehört zum wichtigsten Gepäck bei den Ausflügen, denn ohne diesen kann man schon gar nicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen, geschweige denn das Biergartengelände betreten. Die Angabe der Kontaktdaten ist auch fast überall Pflicht – ohne diese Infos gibt es oft kein Bier. Aufgenommen werden sie aber höchst unterschiedlich. Ein paar fragen diese Daten gleich am Eingang ab, manche haben Kärtchen oder Einzelzettel, die man ausgefüllt bei der Bierorder abgeben muss, andere haben einfach Listen ausliegen oder bringen diese an den Tisch. Mir ist die erste Variante am liebsten, denn so braucht man keine Brille zum Schreiben und der Stift geht nicht durch tausende Finger.

Auch wenn jetzt ab 25.05.20 die Gaststätten Innenbereiche wieder offen haben dürfen, werde ich mich bis auf weiteres auf die Außenbereiche beschränken. In geschlossenen Räumen, mit vielen anderen Personen ohne Mund- und Nasenschutz habe ich noch ein viel zu schlechtes Gefühl. Bei regnerischem Wetter verkneife ich mir dann einfach den Ausflug.

Schwierig ist es teilweise um die Moral der Gäste bestellt. Viele tragen keine Maske oder haben sie am Kinn oder unter der Nase hängen. Nur zwei Haushalte am Tisch? Das wird offensichtlich häufig misachtet. In den Zügen haben schätzungesweise 20% keinen Mund- und Nasenschutz oder nehmen ihn am Platz zumindest ab. Kontrolliert wird das kaum und wenn, bleibt es bei einer laschen Ermahnung, selbst bei wiederholten Verstößen. In den Betrieben habe ich es diese Woche noch gar nicht erlebt, dass selbst harte Mund- und Nasenschutz-Verweigerer vor den Biergarten begleitet wurden – schade für die Vielen, die sich brav an die Regeln halten. Eigenverantwortung und gesunder Menschenverstand kann man leider bei weitem nicht von jedem erwarten. Ohne Konsequenzen wird man die 20% nicht zum Umdenken bringen.
Seltsam ist auch die Beschränkung der Öffnungszeit im Biergarten auf längstens 20 Uhr und ab Montag in den Gaststätten innen auf 22 Uhr. Betrachtet man das Risiko einer Ansteckung müsste es bestenfalls anders herum gelten.
Die Zeit wird zeigen, ob das Großexperiment gut geht oder nicht. Mein restliches Leben mit einer Maske vor Mund und Nase herumlaufen möchte ich auf jeden Fall auch nicht.

 

14
Feb
20

Es gibt langsam auch mal positive Meldungen

Die letzten Hiobsbotschaften (z.B. Thomann Wiesen, Linie 970 Sonntag ab Tiefenellern…) habe ich schon gar nicht mehr geschrieben. Ich hatte mich schon damit abgefunden, dass langsam aber sicher auch noch die letzte Brauereiwirtschaft nur noch für Auto fahrende Rentner geeignete Öffnungszeiten ab dem späteren Nachmittag anbieten und möglichst am Wochenende Ruhetag einlegen. Die Busse fahren, zumindest im für den öffentlichen Nahverkehr, Problemlandkreis Bamberg, ja auch fast nur noch im Schülerverkehr. Aber welche Überraschung, es gibt jetzt schon in beiden Bereichen ein paar Beispiele für ein langsames Umdenken.

Bei den Wirtschaften werden demnächst in Birkach am Forst bei der Brauerei Eller und in Appendorf beim Edmund Fößel die Öffnungszeiten erweitert. Wenn es fix ist, werde ich berichten.

Im Nahverkehr ist herauszustellen, dass der Landkreis Lichtenfels, lange Jahre Entwicklungsgebiet im öffentlichen Nahverkehr, zum letzten Fahrplanwechsel viele Linien als Rufbusse mit Beförderungszeiten bis nach 21 Uhr, reaktiviert hat. Es besteht zwar bei den Anschlüssen an die Züge (in Richtung Großraum) und im Callcenter noch massiven Verbesserungsbedarf, aber wenn man einiges an Zeit und Geduld mitbringt ist das schon mal besser als vorher.

Genauso hat es der Landkreis Erlangen-Höchstadt gemacht. Davon profitiert auch die Verbindung von Schlüsselfeld. Da fährt nun Montag bis Freitag (auch in den Ferien) die Linie 207 ab Schlüsselfeld Post um 18:50 Uhr über Wachenroth nach Höchstadt Schillerplatz, mit Anschluss an den Eilbus nach Erlangen (zum Bahnhof). Leider findet man die Verbindung von Schlüsselfeld nach Höchstadt noch nicht durchgehend in der online Fahrplanauskunft. Dort ist in Wachenroth Schluss, mit Anschluss durch einen Rufbus zwei Stunden später. Schaut man dann aber von Wachenroth nach Höchstadt und liest die PDF-Datei der Linie 207 wird klar, dass man gleich durchfahren kann. Ich habe es schon gemacht und es hat prima funktioniert.

Mal schauen, ob nun endlich das ätzende Gejammere der Wirtschaften, sie bekämen kein Personal, ein Ende hat und ob alle Landkreise vernünftige Ausschreibungen für den öffentlichen Nahverkehr machen, damit die Busunternehmen auch entsprechende Planungssicherheit haben und investieren können. Nicht wie im Landkreis Bamberg, wo die Planung der Leistungen den Verkehrsunternehmen überlassen wird, die aber nicht mal wissen, ob sie im nächsten Jahr noch den Auftrag bekommen. Die Folge ist uraltes Gerät, unpraktische Reisebusse und ständig eingeschränkte Verbindungen. Ob das überhaupt rechtmäßig ist, steht auf einem anderen Blatt.

05
Jan
20

Bockbier Herbst/Winter 2019

Langsam geht die Bockbiersaison dem Ende zu. Heute noch ein Anstich bei der Brauerei Stöckel in Hintergereuth, dann ist es vorbei bis zu den Fastenböcken und den Maiböcken.
Es war diesmal eine ereignisreiche Zeit für uns, da wir einige neuen Busverbindungen und damit Möglichkeiten (neu) entdeckt hatten, um zum einen oder anderen Anstich zu kommen.

Hier kann man alle von uns probierten Bockbiere im „Brauereioriginal“ anschauen.

Wir meiden die Massenveranstaltungen in den Städten, aber auf dem Land gab es auch in diesem Jahr wieder einige angenehme Feste. Nachfolgend ein paar (unvollständige) Impressionen.

16
Nov
19

Bockanstich in Melkendorf.

… das Erste 😉

24
Okt
19

Pferdsfeld, Brauerei-Gaststätte Leicht reduziert Öffnungszeiten für Wanderer

Leider habe ich heute erfahren, dass in Pferdsfeld die Brauereigaststätte Leicht nur noch Mi, Fr, Sa, So ab 16 Uhr offen ist. Dramatisch für Wanderer. Die Auto-Kahlfresser wird es wieder mal nicht interessieren.

Schade einfach! Vor allem der Samstag schmerzt sehr. Keine Ahnung, warum man nicht wenigstens den Bierausschank offen halten kann.

20
Sep
19

Noch schnell zum Herrmanns-Keller nach Ampferbach

Das letzte Wochenende am Herrmanns-Keller. Ich esse zum leckeren Bier gerne die Krakauer, aber heute gibt es Pizza, morgen Hähnchen und am Sonntag Abend ist dann Schluss für dieses Jahr. Schade, aber verständlich. Also schnell noch mal hin nach Ampferbach!

Wens interessiert, ich laufe jetzt, ganz klimafreundlich, noch über Grasmannsdorf (Brauerei Kaiser) nach Mühlendorf (Mühlenbräu) zum Bus nach Bamberg.

30
Jul
19

Ich falle vom Glauben ab…

… und das gerade im Zentrum des Katholizismus, am Obermain, in Vierzehnheiligen.

Die Brauerei Trunk, die noch vor kurzem mit täglichen (365 Tage/Jahr) Öffnungszeiten von 9 Uhr bis 20 Uhr glänzte, macht mitten in der Hochsaison gut zwei Wochen Urlaub (von 27.07. – 11.08.19) und dann noch die 4 folgenden Sonntage zu.

Ich gönne der Familie und den fleißigen Helfern natürlich die wohlverdiente Verschnaufpause, aber gerade in der Biergartensaison ist das für Ausflügler schon sehr hart.

Wir hatten am letzten Samstag Glück und bekamen beim Goldenen Hirsch (zur Zeit wegen Renovierung direkt im Diözesanhaus) trotz täglicher Öffnungszeit von 10 bis lediglich 18 Uhr, noch um 19 Uhr ein paar Trunk-Pils aus der Flasche. So war der Abend gerettet. Schade, dass dort nicht immer bis 20 Uhr offen ist, denn das Bier ist günstiger als am Entstehungsort…

25
Jul
19

Priesendorfer Brunnenfest

Gestern, am 24.07.19 war das erste Brunnenfest in Priesendorf. An den vier Mittwochen vor der Kirchweih trifft man sich in Priesendorf um den Dorfbrunnen. Jeden Mittwoch kümmert sich ein anderer Verein um das leibliche Wohl der zahlreichen Gäste aus nah und fern. Das Bier kommt natürlich von der priesendorfer Brauerei Schrüfer. Warum Mittwoch? Mittwochs hat die Gaststätte der ortsansässigen Brauerei Schrüfer Ruhetag. Ein Besuch lohnt absolut.

23
Jul
19

Annafest in Sulzbach

Das geruhsame Annafest läuft zur Zeit, noch bis Sonntag in Sulzbach-Rosenberg am Annaberg.

Tolles Bier (Fuchsbeck und Sperber) vom Ort, entspannte Menschen, keine Musik – einfach hocken, unterhalten und genießen. Toll!

04
Jun
19

Saure Lunge beim Lieberth Dorfkeller

Nachdem die Dienstage bisher entweder kalt oder verregnet waren, hatte ich heute die erste saure Lunge 2019 hier im Dorfkeller in Hallerndorf.

… hoffentlich nicht die letzte.

31
Mai
19

Mauerscheißer

Ein skurriles Motto hatten die Forchheimer für ihr Altstadtfest. Kommt wohl aus dem 30 jährigen Krieg, als die Schweden Forchheim belagerten. Die dazugehörigen Krüge lassen viel Interpretation zum Inhalt. Den konnte man sich glücklicherweise an den verschiedenen Ausschankstellen selbst bestimmen. Ansonsten wars ein tolles Fest, nur eine Woche nach dem Brauereienfest.

01
Mai
19

Heute leckerer Maibock in Mönchsambach

30
Apr
19

Schlechte Nachrichten aus Greuth, Elsendorf, Lindenhardt, Schederndorf, Lichtenfels, Unternbibert und Hallerndorf.

Langsam wird es unübersichtlich. Landauf, landab sind die Ansprüche zu hoch und die Eigeninitiative zu niedrig – da passen sich die Wirte und Braumeister ihren Gästen leider an. Geschürt wird diese Entwicklung von Tourismus- und Gaststättenverbänden die trotz vieler Jahre der ungebremsten Preissteigerungen immer noch propagieren, dass es in Franken zu billig ist und für diese Preise angeblich keine vernünftigen Produkte zu bekommen wären. Eine Ohrfeige für die regelmäßigen Stammtisch- und Wirtshausbesucher der letzten Jahrzehnte.

Anders kann ich mir aber das rasant fortschreitende Sterben von Traditionsbrauereien und immer neuen Einschränkungen bei den Öffnungszeiten nicht mehr erklären.

In der letzten Zeit gab es folgende Neuigkeiten, die mir bekannt geworden sind:

Die Brauerei Fischer, Greuth bezieht ihr Bier bei der Brauerei Rittmayer in Hallerndorf.

Die Gaststätte der ehemaligen Sternbräu in Elsendorf hat seit 01.04.19 nur noch für Hotelgäste offen. Das Bockbierfest an Christi Himmelfahrt gibt es dort auch nicht mehr.

Die Brauerei Kurzdörfer in Lindenhardt braut angeblich schon einige Zeit nicht mehr selbst.

Die Gaststätte der Brauerei Will in Schederndorf hat ab sofort Montag und Dienstag Ruhetag.

Der Rittmayer Gartenkeller in Hallerndorf hat ab dieser Saison einen Ruhetag am Samstag.

Die Brauerei Wichert in Oberwallenstadt/Lichtenfels hat 2018 den Braubetrieb eingestellt und lässt nun bei der Püls-Bräu in Weismain ihr Bier herstellen.

Die Brauerei Reuter in Unternbibert hat im Dezember 2018 den Braubetrieb endgültig eingestellt. Die eigene Wirtschaft hatte ja schon viele Jahre geschlossen. In der noch bestehenden Gaststätte in Unternbibert wird seitdem Hofmühl ausgeschenkt.

20
Apr
19

Viele Keller sind schon da…

Der Schmausenkeller bei Reundorf hat schon lange offen – wie immer der Erste.

Am Gründonnerstag hat dann noch der Roppelt-Keller in Stiebarlimbach und der Schuhmann Keller in Bischberg geöffnet.

Gestern am Karfreitag kam noch der Rossdorfer-Keller dazu.

Heute am Karsamstag öffneten noch der Hermann-Keller in Ampferbach und der Schwarzes Kreuz Keller in Eggolsheim.

Am Dienstag nach Ostern kommt dann auch noch der Grieskeller in Geisfeld hinzu.

Ab Ostersonntag hat auch der Rittmayer Gartenkeller in Hallerndorf (Vorsicht: ab sofort Samstag Ruhetag!) und der Zeckener Keller offen.

Am Freitag, 26.04. möchte dann der Lieberth Dorfkeller in Hallerndorf und der Schrauder Keller bei Pettstadt öffnen – wahrscheinlich keine so gute Idee, nach 14 Tagen Sonnenschein und Temperatursturz mit Regen in der Vorhersage für Freitag – aber gut… man wird sehen. Wenns dann doch nicht so schlimm wird, kann man am Samstag auch das neue Kellerhäuschen im Neuhauser Keller mit einem kühlen Bier begießen bzw. besichtigen.

Reichlich Auswahl also für die kommenden schönen Tage.