Es vergeht kaum ein Wochenende für uns ohne die VGN Bus-Nr 970 und 969.
Nachdem alle anderen Busse zu Landbrauereien an den Wochenenden abgeschafft wurden und höchstens noch im Sommer fahren, sind das die einzigen Möglichkeiten um nach Lohndorf, Melkendorf, Geisfeld, Tiefenellern, Schammelsdorf, Köttensdorf, Scheßlitz, Steinfeld, Huppendorf, Schederndorf, u.s.w. zu kommen.
Hoffentlich haben die Verantwortlichen im Landratsamt Bamberg ein Einsehen, dass es noch lange so bleibt.
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Es gab also doch das Bockbierfest in Mönchsambach!

Die Hin- und Rückfahrt hat mit dem neuen Freizeitbus “Steigerwald-Express” gut geklappt. Für die Rückfahrt ist es aber gnadenlos, wenn man schon um 18 Uhr, bei strahlendem Sonnenschein aufbrechen muss, weil der letzte Bus so früh fährt. Mindestens eine Stunde später wäre immer noch früh genug!
Die Stadt Nürnberg hat gerade wieder eine Auszeichnung für das langjährige Projekt des städtischen Umweltreferats “Nürnberg – intelligent mobil” erhalten. Gleichzeitig unterläuft der Verkehrsverbund Großraum Nürnberg (VGN) und die DB AG aber diese Bemühungen und schließt auf dem neu erweiterten S-Bahn-Netz die Radler von den Zügen aus -> Beförderungsbestimmungen zur Fahrradbeförderung im VGN.
Das folgende Kärtchen findet man zur Zeit in allen “neuen” (historischen) S-Bahn-Zügen im Verbundraum:

Diese neuen Einschränkungen sind besonders tragisch auf den neuen S-Bahn-Strecken, da dort vor Einführung der S-Bahn Nahverkehrszüge mit Gepäckabteil (Mehrzweckabteilen) eingesetzt wurden und damit rund um die Uhr eine Fahrradbeförderung gewährleistet war.
Kurios ist zudem, dass seit Start der erweiterten S-Bahn im Dezember 2010 z.B. auf der Strecke Nürnberg – Neumarkt oder Nürnberg – Ansbach genau diese alten Zugganituren mit Mehrzweckabteilen weiterhin eingesetzt werden bis die neuen Züge eine Zulassung bekommen, aber die Ausschlusszeit für die Fahrräder trotzdem gelten soll.
Wer den Versprechungen der Deutschen Bahn geglaubt hat, dass mit der S-Bahn Erweiterung alles besser wird, wurde jetzt zum wiederholten Mal herb enttäuscht. Zuerst die gnadenlose Unpünktlichkeit durch veraltete Zuggarnituren und Loks, dann das Problem, dass auf eine verspätete S-Bahn kein anderer (Anschluß-)Zug mehr warten muss und nun auch noch die Fahrräder – es ist zum Abgewöhnen.
Sollen die Pendler wieder mit dem Auto zum Bahnhof fahren? Oder soll sich jeder ein Mini-Fahrrad mit maximal 20″ Rädern kaufen? Denn das gilt beim VGN (noch) als Gepäck und wird in allen Verkehrsmitteln mitgenommen.
Ich kann nur hoffen, dass sich die meisten Fahrgäste über das unsinnige Verbot hinwegsetzen und die Verantwortlichen mit Beschwerden überhäufen.
Seit 07.02.11 fährt die Buslinie 969 Bamberg-Hollfeld nicht mehr Steinfeld Untersteinfeld und Hopfenmühle an. Keiner weiß, warum die wesentliche Änderung nicht bekannt gemacht wurde. Um ins Paradiestal zu kommen muss man nun nach Treunitz mitfahren. Das verlängert die Fahrzeit nochmals um gut 10 Minuten und bedeutet auch eine etwas längere Wanderstrecke. Wir haben unsere Wanderung w011 inzwischen schon von Treunitz aus gemacht. Die zur Verfügung stehende Zeit ist leider nochmals reduziert worden, aber trotzdem ist die sehr schöne Wanderung noch möglich. Sobald ich etwas Zeit finde ändere ich die Wanderung w011 entsprechend ab. Hoffentlich ist der neue Fahrplan nun dauerhaft und verschlechtert sich nicht noch weiter.
Im Sommer (01.05.11 bis 01.11.11) gibt es wieder einen “Steigerwald-Express” im VGN. Der Freizeitbus an Sonn- und Feiertagen wird aber nicht wie früher von Markt Bibart aus nach Burghaslach fahren, sondern in zwei “Ästen” einmal ab Hirschaid über Pommersfelden nach Schlüsselfeld und einmal ab Bamberg nach Ebrach.
Für Bierwanderer ist das klasse, liegen auf den Strecken doch jede Menge Brauereien und eine herrliche Natur!
Dieser Urlaub war ganz schön nervenaufreibend. Im Dezember und Januar ist in unseren Breiten Winter – überraschend ist das aber nur für die Deutsche Bahn. Dazu kommt dann noch die Neuerfindung Einführung der S-Bahn. Auf der Strecke nach Bamberg gibt es zwar keine zusätzlichen Verbindungen, aber dafür jetzt langsame Loks, alte Waggons, fehlende oder defekte Toiletten, endlose Verspätungen und keine Anschlusszüge mehr.
In der Zeit vom 27.12. bis 09.01. hatten wir auf unseren täglichen Fahrten mit Zug und Bus in Summe 11 Stunden Verspätung. Auf das Konto des Busverkehrs kommt davon lediglich eine Stunde am 6.01.11. Dafür hatten wir jedoch aufgrund der Glatteislage Verständnis.
Wir haben es trotzdem geschafft 162 km und 45 Stunden zu laufen und dabei 31 Brauereien zu besuchen. Das nachfolgende Bild zeigt unsere “Wirkungsorte”.

Frustrierend war besonders am eigen Leib zu erfahren welche “Vorteile” die S-Bahn nach Bamberg bringt: Es gibt keine zusätzlichen Verbindungen, aber entgegen der vorherigen Praxis wartet nun kein anderer Zug mehr auf verspätete Anschlussreisende aus der S-Bahn – selbst wenn es nur um 3 Minuten geht. Wenn ich Pendler wäre und jeden Tag mit diesem Verkehrsmittel auf die Arbeit fahren müsste würde ich vermutlich recht schnell aufgeben und das Auto benutzen.
Alle Jahre wieder steigt die Spannung, je näher das Datum des Fahrplanwechsels rückt.
Fahren die wichtigsten Busse noch?
Werden die Anschlüsse noch erreicht?
Gibt es noch einen Wochenendverkehr?
Ist auch im Winter noch eine Fahrt möglich?
Trotz der gegensätzlichen Werbung ist bisher noch nie etwas besser geworden. Zumindest nicht im “Brauereienland”. Normalerweise muss man schon froh sein, dass die Fahrtoptimierungen und Anpassungen an das Nutzerverhalten nicht dazu führten, dass noch weniger Busse fahren.
Diesmal scheinen wir mit einem blauen Auge davon gekommen zu sein. “Unsere” wichtigsten Verbindungen bestehen noch:
Die Linie 970 nach Litzendorf und Tiefenellern fährt wie gewohnt – hier ist es dann auch möglich, nach Huppendorf und Steinfeld zu wandern.
Die Linie 969 von Bamberg nach Hollfeld über Steinfeld hat sich auch an Wochenenden nicht verändert.
Bei der Linie 991 Bamberg-Ebrach ist das Fahrtenangebot nach wie vor schlecht, vor allem am Wochenende unbrauchbar – aber es wurde wenigstens nicht noch schlechter gemacht.
Auch bei der Linie 989 Bamberg-Trossenfurt ist noch alles “entwicklungsbedürftig” geblieben.
Von Mühlendorf nach Bamberg mit der Linie 912 kommt man weiterhin nur um 18:36 Uhr und dann erst wieder um 21:06 Uhr.
Die toll beworbene S-Bahn nach Bamberg bringt zwar keine häufigeren Verbindungen, sondern nur unnötiges Warten und Umsteigen, wenn man weiter in Richtung Breitengüßbach und Lichtenfels will.
Der Heiligenstädter Bus (Linie 221) von Ebermannstadt fährt jetzt höchstwahrscheinlich erst ab Mai an Wochenenden als Freizeitbus und nicht ab April – fest stand das aber zum Redaktionsschluss auch noch nicht – was auch immer das bedeutet.
Wenn wir gerade bei den Freizeitlinien sind:
Der “FrankenPfalz-Express” (Linie 499) ist eingestellt worden.
Der Steigerwaldexpress von Markt Bibart aus in den nördlichen Steigerwald, den man im vergrößerten Verbundraum nun schön in den Bamberger Landkreis hätte ausdehnen können, ist auch dieses Jahr nicht wieder reanimiert worden – mit diesem Bus ist man früher wenigstens gut nach Burghaslach und Elsendorf gekommen. Für “Weitwanderer” bot sich auch eine Steigerwaldtour von Burghaslach über Schlüsselfeld, Mönchsambach, Ampferbach, Grasmannsdorf nach Mühlendorf zum Stadtbus nach Bamberg an. Alles leider nix mehr…
Bei der Linie 265 vom Kreuzberg / Hallerndorf nach Forchheim haben es die Forchheimer Verkehrsplaner wieder mal geschafft, dass mit dem ca. 20 Uhr Bus ab Stiebarlimbach (Mo-Fr) der Eilzug in Forchheim gerade um eine Minute verpasst wird und dann 20 Minuten auf die (Bummel) S-Bahn gewartet werden muss… Eigentlich unglaublich diese Ignoranz, aber wir haben uns von den Verkehrsplanern im Forcheimer Landratsamt ja schon mal sagen lassen müssen, dass es ihnen egal ist, wann der Bus wieder in Forchheim ist, sondern für sie nur wichtig erscheint, dass die Pendler von Forcheim weg kommen… aber regelmäßig so daneben zu liegen, ist eigentlich schon unverschämt. Hier kann man nur hoffen, dass die statistischen Verspätungen auf der R2 uns zu gute kommen.
Wenn die Hamburger Hochbahn agilis das Dieselnetz in Oberfranken am 12.06.11 von DB Regio übernimmt, wird ja alles besser – Wer’s glaubt…
Bei der neuen agilis Strecke Forchheim-Ebermannstadt wird nun die letzte Fahrt nach Forchheim nicht um 21 Uhr sondern um 22 Uhr sein. Dafür fährt dann um 21 Uhr kein Zug – Pech, wenn man die 20 Uhr Verbindung gerade verpasst hat…
Die Strecke Bamberg Ebern bekommt endlich einen Stundentakt – leider fällt damit der Halt in Hallstadt aus. Zusätzlich verpasst die Hälfte der Verbindungen in Richtung Bamberg den Anschluss-Eilzug nach Nürnberg gerade so. Das trifft leider auch den sinnvollen 19 Uhr Zug ab Ebern. Aber da kann man ja noch hoffen, dass die DB in der nächsten Zeit den Fahrplan der R2 wieder neu mischt. Aber ob es damit besser wird? – Wer’s glaubt…
So, für’s Erste ist es genug – was sonst noch alles auf uns zukommt, wird sich im Laufe der ersten Wochen zeigen… ich werde berichten, wenn es unsere Bierwanderungen betrifft.
Logik der DB
Diesen neuen Aschenbecher haben wir kürzlich in Neuhaus/Pegnitz am Bahnsteig gesichtet. Eigentlich müsste man bei dem Schild meinen, dass dort ein Rauchverbot gilt. Aber ein Rauchverbotsschild in Kombination mit einem Aschenbecher ist schon kurios – und wahrscheinlich nur verständlich, wenn man in die spezielle Logik der DB eingeweiht ist.
(Fast) Lobenswert! Aufseß und Waischenfeld nun wenigstens an den Wochenenden im Sommer erreichbar.
Endlich wurde ein altbekanntes Wandergebiet auch wieder an den Wochenenden mit dem öffentlichen Nahverkehr erschlossen. Seit 01.08.2010 fährt die Linie 221 an Wochenenden nicht nur nach Heiligenstadt, sondern bis nach Aufseß. Zusätzlich fährt noch ein Bus an Samstagen ab Ebermannstadt um 11 Uhr, den es bisher nicht gab. Das Ganze wird nun als Freizeitbus “verkauft”, der aber leider nur von Mai bis 01.11. verkehrt. Die letzte Rückfahrt bleibt auch beim Alten: schon um kurz vor halb 5 geht’s von Aufseß wieder zurück – leider viel zu früh. Erkauft wird das ganze durch den Wegfall der Aprilfahrten. Seit der Komplettstreichung an den Wochenenden im Winter fuhr die Linie 221 bisher wenigstens ab 1.4. wieder Samstag und Sonntag. Jetzt wurde leider auch dieser schöne Wandermonat abgeschafft und Beginn ist wie bei den anderen “Freizeitlinien” erst im Mai. Hier gibt es noch enormen Verbesserungsbedarf. Aber da der Bus über drei Landkreise fährt ist das sicher nicht einfach zu vermitteln…
Die Linie 343, die bisher im Sommer von Neuhaus/Pegnitz nur nach Betzenstein fuhr, ist ab 01.08.2010 bis Waischenfeld verlängert worden. Hier fährt Abends der letzte Bus um 18:41 Uhr ab Waischenfeld zurück zum Zug nach Neuhaus – das ist annehmbar.
Da Aufseß und Waischenfeld in Laufentfernung auseinanderliegen und sich zwischendrin viele Brauereien befinden, ist das natürlich interessant für uns. Nachdem wir diese Verbindungen heute aus Zufall entdeckten, haben wir zum Einstieg gleich die hier abgebildeten Brauereien besucht.

Bei Kathi-Bräu hatten wir Dank des bescheidenen Wetters Glück, dass die Besucherzahl noch recht übersichtlich war. Ausbaufähig ist die Tour mit der Brauerei Stadter in Sachsendorf, der Brauerei Reichold in Hochstahl, der Brauerei Schroll in Nankendorf oder notfalls auch schon gleich nach dem Busausstieg mit dem Brauereigasthof Rothenbach in Aufseß.
Die beiden von uns heute genutzten Busse waren zwar nicht voll, aber wenn man sieht wie viele Menschen in dieser Gegend mit dem Auto unterwegs sind, kann das ja noch werden. Die tolle Landschaft und die vielen Brauereien sind auf jeden Fall mehrere Besuche wert.
Ende gut – von Bus versetzt
Am Ende ist es nun für unsere drei Pechvögel, die im letzten Blogartikel von Drügendorf nach Eggolsheim wollten, doch noch gut ausgegangen. Das zuständige OVF bzw. DB Frankenbus Büro hatte ein Einsehen und erstattet die angefallenen Kosten auf Kulanz – auch wenn das rein rechtlich wohl nicht “nötig” gewesen wäre.
Leider bleibt das Problem, dass man in einem solchen Fall vor Ort auf sich alleine gestellt ist. Als Busbenutzer sollte man also immer die wichtigsten (Notfall-)Rufnummern dabei haben, damit man nicht in die Kostenfalle der teuren 01805er Störfall-Rufnummer tappt. Ein funktionierendes Mobiltelefon mit geladenem Akku ist dann natürlich auch (über-)lebenswichtig. Am besten noch ein paar warme Decken, eine große Kanne Kaffee, einen Animateur für quengelnde Kinder, Proviant für mindestens 60 Stunden und viel Geduld.
Rechtelos im VGN Busverkehr
Eine unglaubliche, aber wahre Geschichte:
2 Erwachsene und ein 4-jähriges Kind samt Schlitten stehen letzten Freitag im schönen Drügendorf und warten ab 17:55 Uhr auf den letzten BUS (VGN-Linie 220) gen Eggolsheim. Außer ein paar Schneeflocken, die vom Himmel fallen, und einigen PKW’s, die an ihnen vorbei fahren, tut sich jedoch nicht viel. Kein Bus ist in Sicht. Auch 20 Minuten nach der eigentlichen Abfahrtszeit, als klar ist, dass sie den Anschlusszug in Eggolsheim nicht erreichen, lässt sich noch kein Bus blicken. Es ist schon kalt und es wird durch die Warterei noch kälter. Langsam wird selbst der Schnee langweilig. Ungeduldig wird nochmal der Fahrplan gesichtet – ja, um 18:05 Uhr hätte der letzte Bus fahren sollen.
In der Not untersuchen sie den Aushang im Wartehäuschen näher. Siehe da! Es gibt ein paar Telefonnummern. Ein Verkaufsbüro in Erlangen und eine für den Störfall. Flugs ist das Mobiltelefon aus dem Rucksack geholt und die erste Nummer gewählt. Enttäuschung! – Leider ist das Verkaufsbüro am Freitag nur bis 15 Uhr geöffnet. – Schön für die Bediensteten dort – aber hier in der Kälte hilft das wenig. Also doch ein Störfall. Hmmm… die andere Nummer geht mit 01805 los – oh je – denken sie sich – den darunter stehenden Hinweis, dass ein Anruf auf dieser Nummer 14 Cent/Minute aus dem deutschen Festnetz kostet, immer im Blick und ihn für einen schlechten Scherz haltend, da an einer Bushaltestelle weit und breit kein Festnetz zu finden ist – denken sie: “Was bleibt in dieser Situation übrig?” und wählen. Gut dass sie zu zweit sind, so kann einer telefonieren und der andere den schon etwas unruhigen Nachwuchs wenigstens einigermaßen bei Laune halten.
Am anderen Ende der Leitung meldet sich eine freundliche Stimme und teilt mit, dass es schneit und deswegen in Forchheim kaum noch Busse fahren. Verwundert reiben sich unsere Wartenden die Augen – ach es schneit – interessant, aber das hätten sie auch selbst gewusst, denn sie stehen ja schon bald eine dreiviertel Stunde draußen – und die letzten Wochen ist das ja schließlich täglich vorgekommen. In Forchheim fahren kaum noch Busse – auch schön, aber Forchheim ist von Drügendorf über 20 km entfernt und in Drügendorf, welches wesentlich höher und damit in der Regel kälter ist als Forchheim, liegt auf der Ortsstraße nur 1 cm Neuschnee. Drügendorf ist dem freundlichen Herr an der anderen Seite der Leitung aber auch überhaupt kein Begriff. Er kann auch nicht nachschauen, ob dort noch ein Bus kommt oder nicht. Schließlich kommt von ihm nur der Vorschlag, man solle sich doch ein Taxi nehmen und die Quittung dann beim entsprechenden Verkehrsunternehmen – zuständig sei DB Frankenbus mit Büro in Erlangen – einreichen. Er könne es aber nicht bestellen. Da die verhinderten Busfahrer schon öfters im Landkreis Forchheim unterwegs waren, ist ihnen das dortige Anruf-Sammeltaxi (AST) ein Begriff. Die Nachfrage, ob den das etwas billigere AST auch möglich wäre, erzeugt erneut nur Fragezeichen bei dem freundlichen Mitbürger am Telefon. Also bedanken sie sich für die kompetente Unwissenheit und legen auf, um das günstigere AST zu bestellen. Die Telefonnummer haben sie schließlich als den letzten Notnagel immer dabei – an der Bushaltestelle wäre sie nicht zu finden gewesen. Das AST muss aber mindestens eine Stunde vor Abfahrt bestellt werden. Da es inzwischen schon 18:45 Uhr ist, bestellen sie es auf 19:45 Uhr.
Die Zeit vergeht und schließlich um 20 Uhr kommt auch ein Taxi aus Forchheim vorgefahren. Die drei steigen ein und werden problemlos nach Eggolsheim gebracht. Dort geht es dann mit zwei Stunden Verspätung in den Zug Richtung Nürnberg. Das Taxi kostet für die “Kurzstrecke” trotz verbundraumweiter MobiCard 7,40 Euro Zuschlag. Für eine eigentlich kostenlose Fahrt mit dem Bus ganz schön happig. Aber sie haben ja noch die Hoffnung, das Geld wieder zu sehen.
Im Zug dann der Schock. Die paar Minuten mit der “Störungs-Hotline” – die keine weiteren Informationen oder Hilfe gebracht hatte – kosteten über sieben Euro. Das empfinden sie als reine “Abzocke” und Ausnutzen einer Notsituation, um die Kasse klingeln zu lassen. Eigentlich ein Fall für die Verbraucherschützer – denken sie sich.
Daheim wird die Ernüchterung aber noch größer. Am Montag, als das zuständige Verkaufsbüro in Erlangen endlich wieder besetzt ist, erfahren sie in recht harschem Ton, dass sie überhaupt kein Recht auf Erstattung der Kosten hätten – keine Taxikosten – und schon gar nicht die Telefonkosten, denn dafür gäbe es schließlich keinen Beleg. Überhaupt hätte man mit dem Kleinkind an der Haltestelle so lange warten müssen, bis eben ein Bus kommt – auch wenn es der letzte Bus des Tages war, der bisher nicht gekommen ist.
Und wenn wirklich keiner kommt – auch eigenes Pech. Denn ein Busfahrer muss sich nirgends melden, wenn er Haltestellen nicht anfährt. Schließlich erklärt man sich in Erlangen dennoch bereit, beim beauftragten Busunternehmen nachzufragen, ob und wann in Drügendorf gefahren wurde. Nicht ohne es gleich mit der Drohung zu verbinden, dass selbst bei drei Stunden Verspätung natürlich keinerlei Erstattungsanspruch bestünde.
Drei Tage später meldete sich dann dieses Verkaufsbüro Erlangen wieder bei unseren Pechvögeln und erklärte, dass sie vom Busunternehmen die Aussage hätten, dass es an diesem Tag viel zu schlechtes Wetter gewesen sei- es sei angeblich zu glatt gewesen, so sei man nicht “nach Drügendorf hinter gefahren” (- wohl aber daran vorbei – denken sich unsere drei verhinderten Busfahrer). Das wäre dann “höhere Gewalt” und nicht erstattungsfähig. Der jeweilige Busfahrer könne dies selbst entscheiden und bräuchte sich nicht bei einer “Leitstelle” oder ähnlichem zu melden, damit von dort für Ersatz gesorgt werden könnte.
Den versetzten Fahrgästen stünde es natürlich frei, auf eigene Kosten an der Bushaltestelle zu übernachten oder eine selbst finanzierte Taxifahrt anzutreten.
Fazit: Keine Rechte – keine Erstattung – keine Beförderung – kein Service – rein Garnichts, außer verschleudertes Geld für das teure Telefonat. Schöner VGN!
Die Bahn würde sagen: “Wir bitten Sie um Ihr Verständnis”
Ende der Geschichte.
Wer noch etwas Literatur zum Thema braucht:
Beim Fahrgastverband PRO BAHN e.V. gibt es eine interessante Seite zu den nicht vorhandenen Rechten im Nahverkehr außerhalb der Bahnstrecken und einigen Infos zu Verkehrsverbünden die es besser machen als “unser” VGN:
PRO BAHN zu Fahrgastrechten im öffentlichen Nahverkehr
Der nachfolgende Link zeigt, dass unser Bundes-Verkehrsminister auch nicht daran interessiert ist, dass sich im ÖPNV diese absolut ungerechte und unbefriedigende Situation ändert:
Lobby der Busunternehmer zur EU-Initiative für mehr Fahrgastrechte im Busverkehr
Aktuell noch ein Artikel vom 04.02.2010 zur anscheinenden Einigung in Sachen EU-Fahrgastrechte im Busverkehr
Das jahrzehntelange Warten hat ein Ende. Ab 01.01.2010 ist es soweit – Bamberg und Bayreuth inklusive der Landkreise sind im Nürnberger Verkehrsverbund (VGN). Nach endlosem politischem Gezerre ist es doch noch etwas geworden – wenn auch reichlich spät.
Der komplette Fahrplan ist nun online unter http://www.vgn.de/komfortauskunft/auskunft/ zu erreichen. Das Wälzen der pdf-Dateien die der Landkreis Bamberg zur Verfügung gestellt hatte bleibt einem erspart und die Fahrplanauskunft der Stadtwerke Bamberg braucht man auch nicht mehr.
Jetzt sollte nur zügig die “Lücke” Lichtenfels und Kulmbach geschlossen werden und in die andere Richtung könnte man zumindest Eltman (ein RE Halt ist dort auch schon lange überfällig) noch integrieren.
Die Gleisquerung beim Ein- und Aussteigen ist jetzt zwar in Eggolsheim, Hirschaid und Strullendorf beseitigt aber leider klappt damit der Erwerb der Fahrkarte nicht mehr in allen Fällen. Von Buttenheim kennt man das ja schon von früher – will man in Richtung Nürnberg, muss man sich erst an der Schranke anstellen bis sie öffnet, dann auf der Seite in Richtung Bamberg am einzigen Fahrkartenautomat sein Ticket lösen, um anschließend nochmal an der Schranke sein Glück zu versuchen, ob sie rechtzeitig zum gewünschten Zug auch öffnet und man zum einsteigen wieder über die Gleise kommt. Nun hat man diesen Nervenkitzel auch in Eggolsheim.
Bei den anderen Bahnhöfen muss man zwar nicht an der Schranke anstehen – in Hirschaid und Strullendorf gibt es Unterführungen – aber die Automaten wurden versetzt ohne jeweils auf der anderen Seite einen zweiten zu installieren.
Besonders toll ist das der DB in Strullendorf gelungen – will man von Strullendorf kommend in Richtung Nürnberg, muss man erst am alten Automatenstandort vorbei, ein ganzes Stück auf dem Bahnsteig in Richtung Bamberg laufen, bevor man seine Fahrkarte lösen kann. Dann darf man ganz zurück, bis zur Unterführung, um auf den Bahnsteig in Richtung Forchheim zu gelangen. Gut dass die Züge meist später kommen als erwartet. Hätte man das Gerät am alten Platz belassen, bis ein zweiter vorhanden ist, hätte das ein paar Minuten sparen können.
Ich bin gespannt, wie lange jetzt die Dauerbaustellen an den Bahnhöfen blieben und es dauert, bis die zusätzlichen nötigen Fahrkartenautomaten aufgestellt sind.
Informierte wissen es schon lange, aber jetzt wird es langsam ernst: 6 lange Wochen (von 1.8. bis 14.9.2009) fährt zwischen Forchheim und Bamberg gar kein Zug und zwischen Nürnberg und Bamberg ein “Notfahrplan”. In dieser Zeit gibt es stündlich eine Verbindung nach Forchheim und dazwischen noch einen Zug nur nach Erlangen. Versprochen wird von der Bahn, dann jeweils Anschluss an einen Eilbus mit Halt nur in Forchheim und Bamberg und einen “Bummelbus” mit Anfahrt aller Schienenersatzverkehrhaltestellen (die nicht unbedingt am Bahnhof sein müssen) zu haben.
Leider passen die neuen Zugankunft- und -abfahrtszeiten in dieser Zeit nicht zu den übrigen Anschlüssen an die normalen Busse, so dass man in den 6 Wochen wohl viel Geduld mitbringen muss, wenn man an einem der Zughaltepunkte noch auf einen Bus umsteigen muss.
Weitere und aktuelle Infos dazu liefert die Bahn auf ihrer DB-Baustellenseite für Bayern.
Die DB begründet diese Maßnahme mit dem S-Bahn Bau.
Letzte Woche wurde dann auch endlich öffentlich gemacht, was jeder schon wusste, der öfter den Baustellenfortschritt an der Strecke beobachten durfte. Der beabsichtigte Zeitplan (S-Bahn Start Ende 2010) wird nicht so sein, wie bisher suggeriert wurde. Zuerst wird sich am Fahrtenangebot mal gar nichts ändern, sondern nur die “neuen” S-Bahn Züge anstatt der alten Regionalbahnen eingesetzt. Erst 2016, so stand es in den Nürnberger Nachrichten, wird der Takt dann erhöht. Bisher sei auch gar nichts anderes “bestellt” worden, beschwichtigt die Bahn. Zusätzlich hängt laut Pressemeldung der ganze Zeitplan noch an dem geplanten Güterverkehrstunnel von Nürnberg-Großmarkt bis Fürth-Kronach, dessen Baubeginn aber noch absolut in den Sternen steht.
Bedenkt man dazu noch den Unsinn, dass im am dichtesten besiedelten Gebiet ein Bahnhof durch den S-Bahn Bau weggefallen ist (Nürnberg-Neusündersbühl) und dafür auf dem Acker an einem zukünftigen Möbelhaus ein Bahnhof, den kaum jemand gebrauchen kann, neu entsteht (Fürth-Steinach), verliert man langsam das Verständniss für die langjährigen Einschränkungen welche die Dauerbaustelle mit sich bringt. Zusätzlich werden sich durch die S-Bahn die Fahrzeiten im Vergleich zu den bisherigen RBs verlängern.
Also weiter nach dem Bahn-Verspätungs-Motto “Wir bitten um Ihr Verständnis. Vielen Dank!”
Nepp am Fahrkartenautomaten
Seit gut einem halben Jahr haben wir sie: die neuen Fahrkartenautomaten mit Touchpad an den Bahnstrecken im VGN Gebiet. Endlich kann man auch Anschlussfahrkarten kaufen ohne an dem Bahnhof zu sein, von dem ab die Fahrkarte gültig sein soll.
Das ganze wurde schließlich nur nötig, nachdem die DB AG beschlossen hat, keine Fahrkarten mehr im Zug zu verkaufen. Das war dann für alle schwierig, die nicht an den großen Bahnhöfen einsteigen und über den Verbundraum hinaus fahren wollten.
Aber das ist ja nun mit den neuen Automaten Geschichte.
Leider lässt sich die DB AG auch diesen “Service” kräftig zahlen…
Wird eine Fahrkarte mit Bahncard 25 für zwei Personen an diesen Automaten gelöst, ist sie grundsätzlich 5 Cent teurer als zwei Fahrkarten für jeweils nur eine Person. Als Beweis, die nachfolgenden Bilder am Beispiel Eggolsheim Strullendorf:
Also kann ich nur jedem raten, einzelne Karten zu kaufen, auch wenn damit der ganze Prozess etwas länger dauert.



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